Archiv der Kategorie: finanzen

Studierende aufgepasst!

Über die UNI Wien werden Studenten in Zukunft mehrmals jährlich besonders günstig jeweils drei verschiedene u:book Modelle der Hersteller Apple, Lenovo und HP beziehen können. Es wird jeweils ein besonders leichtes und portables Notebook (mini), ein Standardnotebook (midi) und ein Notebook für gehobenere Ansprüche (maxi) geben.

Das erste Verkaufsfenster startet am 25. Februar und wird bis 23. März dauern. Noch sind die genauen Hardwarekonfigurationen und Preise der u:books nicht bekannt.

[via futurezone & derStandard]

Preisträne

Heute unterwegs in der Ballkleiderabteilung eines großen Einkaufshauses hörte ich von einer weiblichen Stimme aus einer Umkleidekabine heraus: „Und jetzt erst schaue ich aufs Preiszetterl und wenn das nicht stimmt fange ich an zu heulen…“

Legitimierung am Bankschalter

Seit einigen Tagen muss man sich auch bei Einzahlungen auf sein eigenes Bankkonto (Stichwort Eigenerlag) ausweisen. Das geht soweit, dass der Bankangestellte sogar Geburtsdatum und Geburtsort abfragen muss. Auf meine Frage hin warum dem denn so sei:

Schutz und Kontrolle des Staates gegen Geldwäsche.

Das heißt nun scheinbar, dass der freundliche Vater Staat nun schon prinzipiell davon ausgeht, dass die Mehrheit seiner Bürger ihn betrügen möchte oder in Geldwäschegeschäfte verwickelt ist.

Kriminalisieren
Heutzutage geht man verwunderlicher Weise nicht mehr den Weg von im Zweifelsfall für sondern gegen den Angeklagten.

Privatsphäre und Datenschutz
Aus Sicht der Privatsphäre finde ich diese Vorgehensweise sehr verächtlich. Nach der geplanten Vorratsdatenspeicherung für Telefongespräche und der Speicherung der Internetspuren durch die ISPs, ist das ein weiterer Schlag ins Gesicht. Denn auch wenn man gar nichts zu verbergen hat, so wird jeder von uns leider doch ein bisschen gläserner…

Meinl European Land

Bitte erinnert euch zurück an den letzten Jahreswechsel. Damals wurde in TV und Radio sowie auf Plakaten massiv für die Aktie Meinl European Land geworben. Sie konnte durchaus auch auf eine tolle Wachstumskurve verweisen. Innerhalb von fünf Jahren ist der Kurs von circa € 11 auf über € 21 angestiegen.

Doch dann kamen Juli und August 2007. Die Aktien hatte Ende August bei knapp unter € 12 praktisch ihren gesamten Wert verloren und steht aktuell bei einem Wert von € 13,20.

Das Kurs-Blutbad, wie es der Kurier nennt, erreicht nun auch die Meinl Bank, bei der erst vor kurzem der Ex-Finanzminster Karl-Heinz Grasser eingestiegen ist.

Wer also Ende des letzten Jahres der Werbung vertraut hat und in die Aktie eingestiegen ist, wird sich momentan wohl sehr in den Allerwertesten beissen. Hier sieht man mal wieder sehr gut, wie Fehler gerade im Wertpapiergeschäft leider große Folgen nach sich ziehen können.

Schnellkurs Aktien

Schnellkurs Aktienvom Walhalla Verlag ist mein zuletzt gelesenes Buch. Dennis Winkler gibt in seinem Taschenbuch mit dem Untertitel Erfolgreich kaufen und verkaufen! Die Erfolgsgeheimnisse für Einsteiger auf 144 Seiten, für den mit der Materie Wertpapier und Aktien noch gar nicht vertrauten Leser, sehr detailliert Einsichten.

Das Buch ist dabei in neun Kategorien unterteilt und beginnt bereits ab der ersten Seite leicht verständlich sich langsam in die Materie einzuarbeiten. Hier wird gleich einmal erklärt, was eine Aktie überhaupt ist, welche verschiedenen Arten von Aktien an der Börse gehandelt werden und was eine Dividende ist. Etwas später in dem Kapitel wird auch gezeigt, wie der Kurs einer Aktie entsteht. Um diese (und später in dem Buch auch andere Informationen) dem Leser besser näher zu bringen, gibt es dafür zur Auflockerung und zum besseren Verständnis Rechenbeispiele.

Im nächsten Kapitel erklärt Herr Winkler Aktienanleihen, Aktienfonds, Indexzertifikate, Dachfonds sowie gibt er Tipps für die Altersvorsorge und zu Termingeschäften. Außerdem weißt er darauf hin, welche dieser Möglichkeiten sich für den Privatanleger eignen und von welchen unbedingt die Finger gelassen werden sollten.

Dann erfährt man wie und wo mit Aktien gehandelt werden kann, warum Kurse manchmal verrückt spielen und was Indizes sind.
Schon landet man in der Aktienanalyse. Man lernt wie zu erkennen ist, ob eine Aktie über- oder unterzahlt ist. Vor allem die Erklärung des gleitenden Durchschnitts fand ich sehr interessant, weil dieser in vielen Online-Tradern automatisch ersichtlich ist und daher der Neuling nicht selbst viele Informationen der Firmen herausfinden und berechnen muss.

In den letzten Kapiteln des Buches findet man nun noch Informationen zu aussichtsreichen Branchen, Strategien und Tipps zum Aktienkauf sowie ein Lexikon um Fachbegriffe und Abkürzungen nachlesen zu können.

Leider ist dieses Buch ziemlich auf Deutschland ausgerichtet. Schön wäre es zB gewesen, wenn der Autor bei seinen Adressen zu Direktbanken und Fondsgesellschaften auch österreichische Unternehmen erwähnt hätte.

Verwundert hat mich im Buch zu lesen, dass die meisten Aktien Dividenden auszahlen. Ich war/bin eigentlich der Meinung, dass das in den letzten Jahren immer weniger bis fast gar keine Aktiengesellschaften mehr tun. Das Buch wurde allerdings erst Mitte 2007 komplett neu überarbeitet und sollte damit am neuesten Stand der Dinge sein.

Fazit: Für alle, die noch keine oder fast keine Ahnung von Wertpapieren und dem Handel damit haben, finde ich ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Es erklärt viele wichtige Informationen rund um die Aktie leicht und verständlich.

Studentenrabatt

In einem Businessforum, in dem ich aktiv ‚unterwegs‘ bin, habe ich durch eine Frage eine Diskussion zu einem neuen Thema ausgelöst und zwar die Frage nach Studentenrabatten.

Seit den frühen Morgenstunden versucht ein Student seine Meinung durchzusetzen und die Community davon zu überzeugen, dass die angebotene Premium Mitgliedschaft für Studierende doch bitte günstiger sein müsse… Denn immerhin werden auch diese einmal nicht mehr an der Uni sein und dann (vielleicht) voll zahlende Kunden werden. Für die Plattform wäre die Vergünstigung bestimmt von Vorteil, weil doch bestimmt mehrere 100(0[0])te Studenten neu hinzukommen und das Angebot in Anspruch annehmen würden…

Gegen sich hat dieser junge Herr mehrere andere User, die sich strikt gegen eine Vergünstigung für „Sondergruppen“ aussprechen. Denn immerhin bietet die kostenlose Mitgliedschaft ohnehin schon sehr viele Funktionen und für Personen, die nicht die monatliche Gebühr von ungerechnet circa zwei Cola bezahlen möchten, ist diese völlig ausreichend. Weiters wäre ein Sonderrabatt für allen anderen Kunden gegenüber unfair und man würde sich benachteilt fühlen.

Wie es ist
Nun ist es tatsächlich so, dass Studenten an vielen Ecken und Enden Sonderkonditionen erhalten. Viele Banken, Internetprovider, die öffentlichen Verkehrsbetriebe, Mobilfunknetzbetreiber, Zeitschriftenverlage und sogar manche PC und Notebookhersteller bieten für an Schulen und Universitäten inskribierte junge Menschen besondere Preisreduktionen an.

Pro
Wir alle waren einmal jung und damals glücklich, wenn wir bessere Konditionen (weil Jugendlicher, Schüler, Lehrling, Student), als die übrige Welt, erhalten haben. Während des Studiums hat diese Gruppe einfach weniger Geld zur Verfügung. (Auch wenn diese Gruppe danach monatlich vielleicht viel mehr Geld in der Tasche haben werden, als einer, der als Lehrling ins Berufsleben eingetreten ist.) Sie soll(t)en sich ja auch auf ihre Ausbildung konzentrieren.

Weiters verdienen Firmen trotzdem gut daran. Denn bestimmt geben Studenten für das eine oder andere deswegen Geld aus, weil es für sie durch die Vergünstigungen leistbarer wird. Firmen können also Geschäfte lukrieren, die sie ohne dem Endgegenkommen nicht gemacht hätten. Es ist einfach besser wenig als gar keinen Gewinn zu machen.

Contra
Allerdings können sich Firmen durch besondere Preispolitik auch viele Feinde machen. Denn immerhin gilt ganz allgemein der Werbeleitspruch eines bekannten Elektrokonzerns „Geiz ist geil“. Jeder möchte doch weniger bezahlen. Gerade in der heutigen Zeit, wo der Staat den Bürgern immer mehr Geld „wegnimmt“, die Inflation das Leben immer teurer macht und Firmen versuchen immer weniger Geld zu bezahlen (wie man es zuletzt ganz krass bei der deutschen Telekom miterleben durfte/konnte/musste).
Oder aber auch ein Selbstständiger, der gerade versucht eine Firma aufzubauen, ist vielleicht knapp bei Kasse. Dann wären da noch Arbeitslose oder Pensionisten oder oder oder… Man sieht nicht ein warum der eine, nur wegen einer Sonderstellung, weniger bezahlen muss, als man selbst.

Schluss…
Hier sieht man schon, dass die Frage Rabatt gewähren oder nicht, keine leichte und allgemeine Antwort zulässt. Aus Firmensicht finde ich es nachvollziehbar, warum über Rabatte nachgedacht wird und mancherorts auch vergeben werden. Auch wenn die Überprüfungen der Legitimationen hohe zusätzliche Kosten aufwerfen können.
Reduktionen erhalten oft auch Mitarbeiter von großen Konzernen. Man hofft dadurch mehr Kunden anzuziehen, wo sich sonst die Kunden auf verschiedene Firmen aufteilen würden.

Daher finde ich Rabatte in vielen Bereich durchwegs akzeptabel und in Ordnung, erfreulich und wünschenswert, in manchen anderen Bereichen allerdings nicht wirklich angebracht. Abgesehen davon ist es im Internet nicht üblich für Dienstleistungen, Content oder Foren Sonderkonditionen anzubieten.

One ist verkauft

One würde heute nach vielen Verhandlungsrunden, die sich insgesamt über 7 Jahre gezogen haben, endgültig verkauft. Der frühere deutsche Haupteigentümer E.ON zieht sich damit ganz aus dem Geschäft zurück. Der neue Eigentümer ist ein Konsortium eines ungarischen Finanzinvestor und der France-Telekom-Tochter Orange. Orange war schon bisher ein Miteigentümer und hatte ein Vorkaufsrecht. Für die mitbietende niederländische KPN ist das ein großer Rückschlag. KPN hatte im letzten Jahr auch schon versucht Telering zu übernehmen.

Orange ist hinter Vodafone und T-Mobile der drittgrößte Mobilfunkanbieter in Europa mit nun fast 100 Mio. Kunden. Geboten würde 1,4 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Der kleinere Netzbetreiber Telering wurde im Frühjahr 2006 um 1,3 Mrd. Euro an T-Mobile Austria verkauft.