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Kurzparkzonen in Wien

Seit 1. Oktober wurden die kostenpflichtigen Kurzparkzonen in Wien massiv ausgeweitet. Um es von der Stadtverwaltung möglichst kompliziert zu halten, gelten in den verschiedenen Bezirken unterschiedliche Zeiten und nicht in jedem Bezirk alle Straßen. In manchen Teilen der Stadt darf von 9 Uhr bis 22 Uhr nicht auf den Parkschein vergessen werden, in anderen Teilen der Stadt darf schon ab 19 Uhr gebührenfrei geparkt werden. Auch die höchstzulässige Parkzeit ist nicht einheitlich geregelt. Sie liegt entweder bei zwei oder bei drei Stunden. Die Stadt Wien stellt Informationen dazu auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Apps
Für iOS und Android sind auch offizielle kostenlose Apps in den jeweiligen Stores zum Download bereitgestellt. Im iTunes Store wurde allerdings eine alternative App um 79 Cent weit besser bewertet.

Mobile Karten
Für alle Handy-Betriebssysteme hat die Stadt Wien auch eine mobile Webseite zu diesem Thema eingerichtet. Auf dieser Seite findet man als ersten Punkt Kurzparkzonen im mobilen Stadtplan. Nach dem Klick erscheint die Karte von Wien und nach einigen Sekunden weiß man genau seinen Standort und wie es um die Pflicht zum Ausfüllen eines Kurzparkscheins bestellt ist.
Das Laden des mobilen Kartenmaterials benötigt zwar etwas länger als der Klick auf ein App, dafür wird man (zumindest im Gegensatz zu dem von der Stadt Wien empfohlenen iOS App) mit leichterer Bedienung und um einiges detaillierteren Daten belohnt. Hier werden nicht nur die flächendeckenden Kurzparkzonen in den Bezirken angezeigt, sondern auch die Sonderregelungen in Geschäftsstraßen und die Kurzparkzonen, welche zusätzlich in den Randbezirken vorhanden sind.

Nachtrag
Der ÖAMTC informiert, dass man trotz Parkpickerl in Geschäftsstraßen nur in Kombination mit einer Parkuhr sein Fahrzeug abstellen darf und stellt diese auch gleich zum Downloaden bereit.

S-Bahn fahren als Erlebnisfahrt

Dass die Österreichische Bundesbahnen nicht allzu viel von Pünktlichkeit hält, dass haben mittlerweile wahrscheinlich viele Bahnkunden bitter zur Kenntnis nehmen müssen. Auch dass der Fahrplan nicht besonders kundenfreundlich gestaltet ist und viele Verbesserungswünsche bestehen, ist vielen klar. Doch Schnellbahn fahren in Wien kann zum besonderen Erlebnis werden. Das besondere Erlebnis der heutigen Fahrt: Die S-Bahn wurde zur Sardinenbüchse…

Bereits in den Sommermonaten, in denen die Station Wien Südtiroler Platz wegen Bauarbeiten gesperrt wurde und dadurch viele Züge ersatzlos gestrichen wurden, waren die Zuggarnituren in den Morgenstunden oft voll bis sehr voll. Trotzdem standen täglich zu mehreren Abfahrtzeiten nur Kurzzüge zur Verfügung.
Heute wurde der Fahrkomfort nochmals erhöht. Die ÖBB schickte in den Morgenstunden einen Kurzzug ins Rennen. Das besondere Schmankerl allerdings war, dass der Zug davor wegen einer Betriebsstörung ausgefallen war. Um das Klima noch ein wenig weiter anzuheizen, gab es heute, laut Durchsage des Zugführers, zusätzlich eine Störung im Bahnhof Wien Meidling und deswegen längere Aufenhalte zwischen den Stationen. Dementsprechend war die heutige einfache Zuggarnitur zum Bersten überfüllt. Als Entschädigung gab es dafür kostenlos feine Gerüche, dichtes Gedränge, verständlicherweise angefressene Bahnkunden und lange Wartezeiten in den Bahnhöfen durch mühsames Aus- und Zusteigen der Fahrgäste. Das nennt man dann bei den ÖBB wahrscheinlich Erlebnisfahrt der besonderen Art.

Es bleibt nur zu wünschen übrig, dass die ÖBB sich im Bezug auf Pünktlichkeit ein wenig an die japanische Kultur anpasst. Die Tagesschau berichtet, dass die Verspätung der Züge dort im Durchschnitt sechs Sekunden beträgt, trotzdem gibt es den Ehrgeiz sich weiter zu verbessern. Allerdings so übertrieben wie in Japan, mit harten Strafen für den Zugsführer bei Verspätungen, muss es auch wieder nicht werden.

Studierende aufgepasst!

Über die UNI Wien werden Studenten in Zukunft mehrmals jährlich besonders günstig jeweils drei verschiedene u:book Modelle der Hersteller Apple, Lenovo und HP beziehen können. Es wird jeweils ein besonders leichtes und portables Notebook (mini), ein Standardnotebook (midi) und ein Notebook für gehobenere Ansprüche (maxi) geben.

Das erste Verkaufsfenster startet am 25. Februar und wird bis 23. März dauern. Noch sind die genauen Hardwarekonfigurationen und Preise der u:books nicht bekannt.

[via futurezone & derStandard]

Pendlerfahrplan

Wie jedes Jahr hat auch heuer wieder die Arbeiterkammer heute den AK Wien Pendlertag abgehalten und kurz bevor mit diesem Sonntag die neuen Fahrpläne für den öffentlichen Verkehr gelten, die neuen AK Pendlerfahrpläne 2008 an vielen S-Bahn und U-Bahn Stationen kostenlos verteilt. Wer diesen braucht, aber keinen ergattern konnte, kann diesen kostenlos bei der Arbeiterkammer bestellen oder per PDF downloaden.

VoIP in Österreich

In Österreich ist es mit der VoIP Nummernvergabe so, dass standortgebundene Vorwahlen nur dann vergeben werden dürfen, wenn sichergestellt werden kann, dass sich die Rufnummer wirklich fix an einem Ort befindet. So kann zB Inode (und manche anderen) VoIP Nummern vergeben, die zB in Wien mit der Vorwahl 01 beginnen. Denn diese Nummern sind mit der Breitbandverbindung verknüpft und diese ist einer Adresse zugewiesen.

Wenn der Dienstleister das hingegen nicht garantieren kann, so ist es nur zulässig seinen Kunden eine Nummer ohne ortsgebundener „Festnetz“-Vorwahl zu vergeben, welche mit der Vorwahl 0720 oder 0780 beginnt. Auch von dieser Art gibt es viele Dienstleister wie Sipgate, von dem ich schon berichtet habe.

Kosten
Das Anrufen von einem Festnetzanschluss zu einer Rufnummern mit der Vorwahl 0720 oder 0780 ist günstig. Circa gleichpreisig wie ein Anruf in der Inlandszone. Allerdings haben viele Mobilfunkprovider für diesen Nummernkreis einen eigenen Tarif eingeführt.

Der Tipp
Je nachdem, wie die ortsungebundenen VoIP Anbieter die Rufnummer registrieren, geht es noch günstiger. Denn viele Rufnummern mit der Vorwahl 0720 oder 0780 sind auch mit der Wiener Vorwahl in der Form von 01/23/0720/xxxxxx bzw. 01/234/0780/xxxxxx zu erreichen.

Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, muss für diese Funktion die Rufnummer ENUM registriert sein. Sipgate zB tut dies automatisch. Wenn es nicht gehen sollte, kann man seine Rufnummer bei e164.org soweit ich gesehen habe kostenlos registrieren. Anschließend sollte dieser Trick ebenfalls funktionieren.

Zu guter Letzt findet man bei SIP Broker noch eine lange Liste mit weltweiten Zugangsnummern zu vielen SIP Netzen für günstiges und kostenloses Telefonieren.

Gemeinheiten in der Kurzparkzone

Die Ausschilderungen der Kurzparkzonen in Wien ist manchmal wirklich sehr kurios. Bekanntschaft mit der verrückten Parkraumüberwachung hat auch Michael schon gemacht.

Wie man auf dem Foto links sieht, gilt in dieser Straße die Kurzparkzone am Samstag von 8 Uhr bis 18 Uhr mit einer maximal erlaubten Parkdauer von 1,5 Stunden. Nun muss man aber wissen, dass dieses Schild in der Linken Wienzeile neben dem Wiener Naschmarkt aufgestellt ist. Das ist wohlgemerkt der 6. Wiener Gemeindebezirk und innerhalb des Gürtels (dieser Bezirk zählt dazu) gilt ohnehin eine flächendeckende Kurzparkzone. Dieses Schild bedeutet, dass zusätzlich zu der unter der Woche allgemein gültigen Parkraumbewirtschaftung eine Kurzparkzone am Samstag eingerichtet wurde.

Als ein Nicht-Wissender stellt man sein Fahrzeuge, mit nicht böser Absicht, an einem Werktag tagsüber hier ab, ohne einen Kurzparkschein auszufüllen, und bekommt dafür ein Strafmandat. Es hat mich nicht gewundert, dass ich bei meinem letzten Spaziergang hier so viele Strafzettel an den Windschutzscheiben der Autos entdeckt habe.

Als Einheimischer weiß man bescheid was gemeint ist, aber selbst als dieser wird man hier sehr leicht verwirrt. Ich empfinde diese Art der Beschilderung als Abzocke. Zumindest ein Zusatzschild wie „Gilt zusätzlich zur allgemein gültigen Parkraumbewirtschaftung“ wäre wirklich mehr als angebracht.

An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass mit September die Parkgebühren in Wien drastisch erhöht wurden und die Kurzparkzone innerhalb des Gürtels nun ganzflächig bis 22 Uhr gilt.

Außerdem ist wichtig zu wissen, dass im 15. Bezirk rund um die Stadthalle eine Sonderkurzparkzone bis 23 Uhr gültig ist. Diese ist in den Strassen nicht extra ausgeschildert, sondern nur beim Zufahren in diesen Bereich ersichtlich. Genaue Gültigkeiten diesbezüglich findet man unter diesem Link.