Schlagwort-Archive: fotos

Geotagging mit Aperture

Meine Fotos werden weitestgehend mit Geotags versehen. Auf Reisen nehme ich dazu die Daten mittels GPS auf und lasse die Fotos anschließend automatisiert den richtigen Positionen zuweisen. Damit weiß ich auch in Zukunft noch genau wo welches meiner Bilder aufgenommen wurde. Bisher hatte ich das von dem Aperture Plug-In Maperture Pro erledigen lassen. Doch mit der Einführung von Aperture 3.0 wurde die Weiterentwicklung von Maperture eingestellt und mittlerweile gibt es den Hersteller Ubermind auch gar nicht mehr. Grund dafür war, dass Aperture eine eigene und im Programm bereits integrierte Möglichkeit geschaffen hatte, um diese Tätigkeit zu erledigen. Mit der Veröffentlichung von Mac OS X 10.8 (Mountain Lion) im letzten Jahr hat außerdem Sandbox ins Betriebssystem Einzug gehalten. Damit lässt sich das von mir bisher geschätzte Plugin nun endgültige nicht mehr verwenden. Daher war ich gezwungen endlich umzudenken…

Um die automatisierte Geotagging Funktion von Aperture verwenden zu können, muss man zuerst den Track mittels GPX in Aperture laden. Dafür wählt man im Programm oben rechts die Weltkugel mit der Bezeichnung Orte und klickt unterhalb der dargestellten Karte auf GPS. Im sich öffnenden Pull-Down Menü findet manAperture - GPS-Strecke importieren den Eintrag GPS-Strecke importieren. Nun wählt man den gespeicherten GPX Track von der Festplatte und öffnet diesen. Auf der Karte wird dieser anschließend mit violetten Linien dargestellt. Ist das nicht der Fall, so muss man nur in die Karte weiter hinein zoomen. Anschließend nimmt man ein beliebiges Foto (zum leichteren Verständnis nenne ich dieses Master-Foto) des ausgewählten Projekts und zieht es auf die Linie des Tracks. Sofort stellt Aperture die Frage Fotos automatisch Orte anhand der Aufnahmezeit zuweisen, was man mit einem Klick auf Ort zuweisen bestätigen muss. Sogleich sind alle Fotos des Projekts einer Position zugewiesen.

Soweit war mir das bekannt, doch hier begann mein eigentliches Problem mit Aperture. Die Fotos waren zwar mit einem Geotag versehen, meine Bilder waren allerdings willkürlich irgendwo am Track ersichtlich. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Funktionsweise endlich verstanden habe. Es reicht eben doch nicht das Master-Foto einfach irgendwo auf der dargestellten Route zu positionieren.

Zuerst dachte ich an ein Problem mit der Zeitzone. Die Fotos waren mit der Zeitzone MEZ in die Datenbank importiert worden, doch der Track der Aufzeichnung wurde in einer anderen Zeitzone gespeichert. Aperture bietet hierzu die Funktion den Track in eine andere Zeitzone zu verschieben. Dafür klickt man wieder auf GPS und wählt diesmal Zeitzone der Route bearbeiten. Anschließend werden alle Zeitzonen angezeigt und man wählt nach belieben. Wer den Mauszeiger auf den auf der KarteAperture - Zeit für GPS Position dargestellten Track hält, wird zu jeder Position ein schwarzes Fenster mit Zeit und Datum eingeblendet bekommen. Die hier angezeigte Zeit ändert sich jeweils angepasst an die gewählte Zeitzone. Doch wie oft ich auch die Fotos dem Track mit unterschiedlichen Zeitzonen hinzugefügt habe, die Fotos waren immer irgendwo am Track zu finden. Nur nicht dort, wo sie hätten sein sollen.

Die einfache Lösung des Problems
Für die automatische Zuweisung der Fotos ist es ganz egal welche Zeitzone man für den dargestellten Track ausgewählt hat. Diese ist nur eine Hilfestellung für den User, damit dieser für Aperture - Foto zuweisenein Bild leichter die passende Position auf dem angezeigten Track wieder findet. Beim Ziehen des Fotos auf die in der Karte dargestellten Route wird nämlich wieder die schwarze Box eingeblendet, die darauf hinweist wie weit die Uhrzeit des Fotos mit der Uhrzeit des Tracks abweicht. Wichtig ist nur, dass man das eine Foto (welches wir vorhin Master-Foto genannten haben) ganz exakt auf der Karte positioniert. Das Wiederfinden der Position kann dabei entweder mittels Uhrzeitabgleich laut Einblendung passieren oder aber man weiß selbst wo das Bild aufgenommen wurde und setzt es auf die richtige Position. Denn wer das Foto nur irgendwo auf den Track zieht, bekommt auch alle anderen Fotos irgendwo angezeigt. Die anderen Bilder werden relativ zu diesem Master-Foto mit dem Geotag versehen. Bei der von Aperture durchgeführten automatischen Zuweisung der Bilder wird folglich nicht darauf geachtet, dass die beiden Uhrzeiten von Foto und GPS übereinstimmen. Tatsächlich prüft Aperture wie es mit dem Zeitabstand aussieht. Ein Foto, welches also 2:35 Stunden früher aufgenommen wurde als das Master-Foto, wird am Track dort positioniert, wo sich das GPS System laut GPX Aufzeichnung 2:35 Stunden früher befunden hat. Die eingestellte Uhrzeit in der Kamera ist für diesen Zweck völlig nebensächlich. Selbst wenn das Datum der Kamera um zwei Wochen zum GPX-Track abweichen sollte, werden die Fotos richtig zugewiesen.

Kranke Kollegen

Ist es nicht mysteriös, dass ein Kollege mit einem angeblich hoch ansteckbaren Magen-Darm Virus für nur wenige Minuten in die Firma kommt, man aber erst später davon erfährt. Dieser jedoch, trotz Dauererbrechens, anschließend seine Mitmenschen zweit Tage lang praktisch durchgehend mit zig neu veröffentlichten Fotos verwöhnt?

Wissen was Sache ist

Gestern hatten wir Mitarbeiter- Fotoshooting. Doch nachdem (zumindest) mir bis zum Schluss nicht bekannt war, welche Fotos von der Crew gemacht werden, habe ich am Dienstag eine E-Mail an zwei Freunde geschickt mit der Bitte um Aufklärung welche dienstlichen Accessoires der Mitarbeiter mitzubringen hat.

Zurück kam am nächsten Tag eine E-Mail von einem dritten Freund. Laut ihm gab und gibt es einen Aushang in der Firma auf dem eindeutig nachzulesen ist, dass jeder Mitarbeiter alle Accessoires mitzubringen hat. Mir war dieses Informationsblatt nicht bekannt und interessanterweise haben auch einige meiner Kollegen nichts davon gesehen.

Nun denn, wie es auch sei, benötigt wurde kein einziges Teil unseres zusätzlichen Equipments. Anzug hat völlig ausgereicht, jeglicher sonstiger Aufwand überflüssig.

Eindrucksvolle Bilder mit HDR

In der Fotocommunity Flickr kann man immer wieder besonders schöne Fotos finden. Faszinierende HDR Bilder habe ich dabei auf den Seiten von *atrium09 entdeckt.

HDR steht für High Dynamic Range. Bei HDR ist das Kontrastverhältnis des Fotos im Gegensatz zu einem normalen Foto um ein vielfaches höher. Denn normalerweise liegt das Kontrastverhältnis in der Digitalfotografie bei circa 1.000:1, bei einem Bild auf Film liegt das Verhältnis schon bei circa 10.000:1. Ein HDR Bild hingegen kann mit einem Kontrastverhältnis von circa 200.000:1 aufwarten.

Das Verfahren für ein HDR Bild ist kompliziert, denn für ein solches Foto benötigt man zu Beginn zumindest drei Fotos und jedes muss mit einer anderen Belichtung aufgenommen werden. So muss von ein und dem selben Objekt ein „normales“ ein überbelichtetes und ein unterbelichtetes Foto geschossen werden.

Eine spezielle Software am Computer setzt die Bilder anschließend zusammen. Von jedem dieser Bilder wird immer die richtige Helligkeiten zu einem einzigen Bild zusammengefügt. Bei dieser Technik der Fotografie ist es besonders wichtig den Fotoapparat ganz ruhig zu halten, da die Software die Bilder sonst nicht ‚zu einem‘ verschmelzen kann.


The Castle II – HDR
Originally uploaded by *atrium09

So erhält man im Gegensatz zu der oft blass wirkenden Digitalfotografie eindrucksvolle Bilder mit satten und natürlichen Farben. Die Bilder wirken absolut brillant und werden bei (fast) jedem Betrachter großen Eindruck hinterlassen. Dabei können Monitore der heutigen Zeit noch gar nicht die volle Qualität der Bilder anzeigen. Denn um die volle Farbenpracht zeigen zu können bräuchte man einen Spezialmonitor, der derzeit noch viele € 10.000,– kostet.

Weitere HDR Bilder von Ruben Seabra, welcher hinter dem oben genannten Pseudonym steckt, findet man in seinen Sets.
Für diejenigen, die jetzt die Faszination auch gepackt hat, finden noch mehr in dem Gruppen Pool von HDR.

Mich beeindrucken HDR Bilder immer wieder. Wahrscheinlich werden in vielen Jahren auch handelsübliche Digitalkameras diese Technik beherrschen. Aber noch ist das zwar gewünschte aber weit entfernte Zukunftsmusik.