Archiv der Kategorie: zwischenmenschliches

Richtig Spenden, aber wie?

Bereits im Juli 2004 hatte ich an Organisationen wie Amnesty International oder Greenpeace, ihre Art auf Spendenjagt zu gehen, angekreidet. Sich mit meist jungen angeblichen Mitgliedern auf der Straße zu positionieren und neue Spender zu keilen, aber dafür keine Unterlagen herausrücken zu wollen, war mir schon damals sehr unseriös und unsympathisch. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Dabei arbeiten diese Spendenkeiler nicht einmal aus Überzeugung unentgeltlich.

Was man beim Spenden beachten sollte, um an seriöse Organisationen zu gelangen, das war vor einigen Tagen in der Ausgabe von simplify aktuell: einfach glücklicher zu lesen. Hier der Auszug von Punkt eins.

1. Kein Zeitdruck
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder durch Werbende an der Haustür oder auf der Straße noch durch schriftliche Spendenaufrufe. Starker Zeitdruck ist eine typische Masche von unseriösen Organisationen oder Drückerkolonnen. Sie dürfen in aller Ruhe darüber nachdenken, wem und wie viel Sie spenden wollen!

Bereits damit haben sich Organisationen, wie die oben genannten, disqualifiziert. Es gibt auch andere Organisationen, die mit in meinen Augen fairen Mitteln arbeiten.

Kranke Kollegen

Ist es nicht mysteriös, dass ein Kollege mit einem angeblich hoch ansteckbaren Magen-Darm Virus für nur wenige Minuten in die Firma kommt, man aber erst später davon erfährt. Dieser jedoch, trotz Dauererbrechens, anschließend seine Mitmenschen zweit Tage lang praktisch durchgehend mit zig neu veröffentlichten Fotos verwöhnt?

Erwartungen

Heute bin ich bei Verwandten auf Besuch. Unter anderem ist hier ein kleines dreijähriges Mädchen, welches mich noch nie zuvor gesehen hatte. Wie ich mich so mit meinen Verwandten am Tisch unterhalte, kommt dieses mit einem Stück Schokolade zum Tisch. Spaßeshalber und mit der festen Überzeugung, dass das kleine Mädchen sicher nein sagen würde, fragte ich sie, ob ich ein Stück bekommen würde. Für mich völlig verblüffend hat die Dreijährige sofort und ohne länger zu zögern die Schokolade in zwei Teile gebrochen und mir die Hälfte überreicht. Selbst als ich gesagt habe, dass das nur ein Spaß war und sie ruhig alles alleine aufnaschen darf, ließ sie sich nicht mehr davon abbringen.

Vorstellen beim Nachbarn

Vor einigen Wochen ist in der Nebenwohnung ein neuer Nachbar eingezogen. Doch bis jetzt habe ich ihn nicht zu Gesicht bekommen. Er hat zwar gerne den Fernseher an, hört Musik und ab der Dämmerung dringt helles Licht aus seinen Fenstern, aber Grüß Gott hat er noch nicht gesagt.

Ich finde das Verhalten etwas komisch. Wie ist es da draußen in der weiten Welt üblich? Man muss sich ja nicht bei jeder Partei im Haus vorstellen kommen. Aber wenn ich in eine neue Wohnung einziehen würde, würde ich doch zumindest bei meinen neuen Nachbarn, mit denen ich direkt Wand an Wand lebe, vorbei schauen.

Ausziehen 2.0

Davon wie, wo und warum Menschen Seelenstriptease betreiben und wo die Risiken im Web lauern.

Trotz Warnungen von Datenschützern und so manch böser Überraschung beim Bewerbungsgespräch, entblößen sich Millionen immer noch ungeniert und leichtfertig in Online-Netzwerken. Warum nur?

Lesetipp: Dazu ein fünfseitiger Bericht auf zeit.de.

Wissen was Sache ist

Gestern hatten wir Mitarbeiter- Fotoshooting. Doch nachdem (zumindest) mir bis zum Schluss nicht bekannt war, welche Fotos von der Crew gemacht werden, habe ich am Dienstag eine E-Mail an zwei Freunde geschickt mit der Bitte um Aufklärung welche dienstlichen Accessoires der Mitarbeiter mitzubringen hat.

Zurück kam am nächsten Tag eine E-Mail von einem dritten Freund. Laut ihm gab und gibt es einen Aushang in der Firma auf dem eindeutig nachzulesen ist, dass jeder Mitarbeiter alle Accessoires mitzubringen hat. Mir war dieses Informationsblatt nicht bekannt und interessanterweise haben auch einige meiner Kollegen nichts davon gesehen.

Nun denn, wie es auch sei, benötigt wurde kein einziges Teil unseres zusätzlichen Equipments. Anzug hat völlig ausgereicht, jeglicher sonstiger Aufwand überflüssig.

Vorbild England

Das oft lange Anstellen in Geschäften und Lokalen in Österreich ist schon recht mühsam. Vor allem dann, wenn mehrere Menschenschlangen an verschiedenen Kassen oder Kundenschaltern stehen und man sich mit fast 100%iger Sicherheit an der Reihe anstellt, an der man am längsten warten wird müssen.

England, das Land mit der zuvorkommenden Bevölkerung, hat es hingegen geschafft: In den Geschäften ist es üblich, dass immer nur eine Reihe vor allen Kassen zu finden ist. Drängeln ist hier völlig verpönt. Erst direkt vor dem Schalter oder der Kassa kommt die Aufteilung. Der nächste Kunde geht an den nächsten freien Schalter.

Ich finde dieses System sehr angenehm. Auch bei uns sollten alle Geschäfte diese Idee übernehmen. Egal ob es nun Billa oder Spar ist, McDonalds oder Burger King, H&M oder Intersport, Mobilkom oder irgendein beliebiges anderes Unternehmen.

Nur wenige Unternehmen in Österreich fallen mir auf die Schnelle ein, die ein solch faires System eingeführt haben. Einerseits gibt es hier den Wiener Flughafen in Schwechat. Zumindest im Terminal 1 gibt es, nach Flügen geordnet, je nur eine Schlange vor mehreren Check-In Schaltern. Nur die Business Class wird an einem eigenen Schalter priorisiert behandelt.

Außerdem, auch fair, bieten viele Ämter und neuerdings auch größere ONE Shops das System, dass man beim Betreten eine fortlaufende Nummer zieht und so jeder Kunde der Reihe nach betreut wird.

Preisträne

Heute unterwegs in der Ballkleiderabteilung eines großen Einkaufshauses hörte ich von einer weiblichen Stimme aus einer Umkleidekabine heraus: „Und jetzt erst schaue ich aufs Preiszetterl und wenn das nicht stimmt fange ich an zu heulen…“