Archiv der Kategorie: business

Excel ohne Formeln

Unsere Buchhaltung hat heute eine neue Vorlage zur Berechnung von Stundenlisten ausgesandt. Hier ist extra darauf hingewiesen worden, dass man künftig bitte ausschließlich diese Vorlage verwenden möge. Soll nicht weiter das Problem sein denke ich mir. Allerdings wurde weiters darauf hingewiesen, dass man keine Formeln mehr verwenden darf und eigene Kalkulationen zu vermeiden sind.

Kommt mir so vor, wie wenn man für die Berechnung einer Summe ein paar Zahlen ins Excel eingibt, diese im weiteren Schritt ausdruckt, anschließend mit einem Taschenrechner summiert und das Ergebnis schlussendlich manuell ins Excel tippt. Huch, sind wir modern!

Informationsweitergabe in der Firma

Interessant die Informationsweitergabe so mancher Firma mitzuerleben und in einer mir bekannten ist diese außerdem mehr als nur sehr ärgerlich. Schlicht: Es gibt keine! Immer wieder erlebe ich, dass die Kommunikation zwischen der Chefetage und den Kollegen in einem großen europaweit-tätigen Konzern weitaus besser funktioniert, als in einer kleiner lokalen Firma, welche nur wenige dutzend Angestellte zählt. Das verwundert mich, denn eigentlich würde ich dies anders erwarten.

So wird am Jahresanfang ein Dienstrad für alle Mitarbeiter beschlossen. Wenige Wochen später entscheidet die Geschäftsleitung den wöchentlichen Tausch unter den Mitarbeitern aufzulassen und anstelle dessen eine fixe Teilzeitkraft einzustellen. Die Kommunikation an die Mitarbeiter ist so erfolgt, dass das Informationsblatt an der Anschlagtafel entfernt wurde. Man hat es nicht für nötig gehalten, die Mitarbeiter über diese wichtige Änderung zu informieren.

Es werden mit dem Kunden fixe zusätzliche Dienste für einen Mitarbeiter außerhalb seiner regulären Arbeitszeit vereinbart. Die früher übliche Vorgangsweise, mit dem Kollegen Rücksprache zu halten oder zumindest zu informieren, wurde eingestellt. Der Mitarbeiter hat sich mittels elektronischem Kalender neuerdings selbst die Informationen zu besorgen. Auf den Umstand, dass der Termin außerhalb der regulären Arbeitszeit ist, wird nicht eingegangen. Man geht scheinbar davon aus, dass ein Mitarbeiter immer zur Verfügung steht oder stehen muss.

Die Öffnungs- und Kassazeiten werden geringfügig geändert. Eine Information an die Mitarbeiter, um Kunden auch weiterhin richtig betreuen zu können, ist aus geblieben. Allerdings bei einer Falschauskunft an den Kunden erfolgt eine unfreundliche Zurechtweisung durch das Sekretariat im Auftrag der Geschäftsleitung.

Die Meinungsänderung von Orange

In einem Interview mit Orange Österreich CEO Michael Krammer, welches am 2. Mai im derStandard.at erschienen ist, sagte dieser: „Ich halte diese Entwicklung mit irgendwelchen Zusatzgebühren, SIM-Pauschalen, etc. für falsch.“ Kurze Zeit später waren zum Beispiel die Tetheringgebühren, welche Orange für das Nutzen des iPhones als Modem einhob, Geschichte.

Doch nur wenige Wochen später ist wieder alles anders. Mit Juli hat Orange eine Gebühr, welche die Konkurrenz in den letzten Monaten eingeführt hat, nachgezogen. Denn auch Orange Österreich verrechnet ab heute eine jährliche Servicepauschale von knapp 20 Euro. Im Gegensatz zur Konkurrenz allerdings nur für Neukunden und Kunden, die ihren Tarif wechseln.

Verschwindet die Marke A1 vom Markt?

Wie derStandard.at gestern berichtete, plant die A1 Telekom Austria – so der Firmenchef Hannes Ametsreiter – die Festnetzsparte Telekom Austria und die Mobilfunksparte A1 der früheren Mobilkom Austria auch beim Marktauftritt zu konsultieren. Das Vorhaben soll innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre vollzogen sein. Dann wird zumindest einen der beiden, wenn nicht sogar beide, Markennamen der Geschichte angehören. Erst vor einigen Monaten wurden die beiden Teilkonzerne nach wenigen Jahren wieder zu einer großen Einheit zusammengeführt.

Das erinnert an max.mobil. und später an one Zeiten. Damals wurden ebenfalls zwei in Österreich sehr bekannte und gut etablierte Firmen umbenannt. Das hatte zumindest den Hintergrund, dass diese beiden Firmen von ausländischen Konzernen gekauft wurden und nun in allen Ländern mit dem gleichen Markennamen auftreten. In Österreich war das meiner Meinung trotzdem für beide Firmen für einige Jahre zu ihrem Nachteil.

Sollte der Markennamen A1 in den des engen Kooperationspartners Vodafone umbenannt werden, dann hätte es zumindest den Vorteil der Gleichheit weltweit, auch wenn Vodafone nicht der Eigentümer der A1 Telekom Austria ist. Daher kann ich mir diesen theoretischen Fall auch nicht vorstellen. Also welchen Grund könnte es dann geben, dass der Mutterkonzern des größten Mobilfunknetzbetreiber Österreichs mit dem mehrfach prämierten besten Netz einen neuen Namen erhalten könnte? Hier könnte die nächste Vernichtung einer alteingesessenen Marke passieren. Meiner Meinung nach wäre es intelligenter, wenn der Markenname A1 auch in den Ländern, in denen die A1 Telekom Austria ebenfalls Beteiligungen hält oder Eigentümer ist, gesamthaft ausgerollt werden würde! Man wird sehen was die Zeit bringt und vielleicht gibt es bald wieder etwas zum Wundern…

Zehn Jahre EADS

Gestern vor zehn Jahren wurde die EADS, die European Aeronautic Defence and Space Company, gegründet. Mit Airbus ist die EADS nach Boeing der zweitgrößte Flugzeugbauer der Welt. Doch durch das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen mit den Franzosen und den großen politischen Einflüssen der beiden Ländern gibt es andauernden Rivalitäten. Trotzdem ist das Projekt eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile baut Airbus jährlich mehr Flugzeuge als der große Konkurrent Boeing aus den USA.

Bis zum heutigen Tag sind rund fünf Milliarden Passagiere mit dem Airbus-Bestseller geflogen, alle sechs Sekunden hebt ein Jet von einem Flughafen ab – und die Nachfrage wächst weiter. Von Dezember an sollen jeden Monat 38 grüne Zigarren die Werkshallen durchlaufen, zwei mehr als heute.

Bestandskunden bevorzugt

Als Kunde eines Mobilfunknetzbetreibers hatte wahrscheinlich fast jeder schon einmal das Gefühl, dass nur ein Neukunde etwas zählt. Bestandskunden sind die zweite Liga. Doch das ist nicht überall so: Wie Benm berichtet, werden Bestandskunden von O2 England das neue iPhone 4 zuerst erhalten. Neukunden werden sich paar Wochen länger gedulden müssen. Da sollten sich die Netzbetreiber in Österreich was abschauen.

Wird es Apple wie AOL ergehen?

Wird der Computer- und Multimediahersteller Apple seinen gewohnten Weg weitergehen und auch in Zukunft versuchen, den Konsumenten in verschiedensten Bereichen einzuschränken und zu bevormunden, sowie offene Standards aus seinen Systemen auszuschließen und zu verbannen? Für diesen Fall zeichnet Financial Times Deutschland ein düsteres Bild für die Zukunft und zieht Vergleiche mit AOL.

Ähnlich wie das Webportal AOL am Ende des vergangenen Jahrtausends nimmt Apple Kunden bei der Hand und lässt sie nicht mehr los. Und die freuen sich darüber: Ob Computer, Handy oder Webshop – das meiste funktioniert mühelos. Jede über das Apple-Universum vertriebene mobile Anwendung (App) tut ihren Dienst. Denn sie hat die Geschmacks- und Funktionskontrolle des Konzerns passiert.

Schlecker oder dm

Heute hat derStandard.at einen Erfahrungsbericht einer jungen Angestellten bei Schlecker veröffentlicht.

Minilöhne, Video-Überwachung und Toiletten-Verbot? derStandard.at hat sich als Kassiererin die „dunkle Ecke“ des Job-Markts angesehen

Ganz anders dürfte es hingegeben beim Drogeriemarkt dm einhergehen. Vor einigen Tagen ist dazu ein Auszug einer Diskusion ebenfalls im Standard erschienen.

„Personalkosten“: Gibt es im Konzern nicht. „Kreativposten“ und „Mitarbeitereinkommen“ heißt das hier. In Blättern wie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erntet Werner mit solchen, nach Kreativworkshop klingenden Elementen gelinde gesagt Skepsis.

Pizza für 37 Milliarden

Wie heute bekanntgeworden ist, übernimmt Nestlé vom Konkurrenten Kraft Foods die Tiefkühlpizza-Sparte in Nordamerika und wird damit zum größten Tiefkühlpizza-Produzenten der Welt. Alleine in den USA werden mit Tiefkühlfertigpizzen jedes Jahr über 37 Milliarden Dollar umgesetzt. Bei einem angenommenen Marktpreis von 1,5 Dollar pro Pizza ergibt sich damit ein Jahresverbrauch pro US-Amerikaner von 80 Pizzen. Eine stolze Menge wie ich meine.

Kundenkontakt

Gar nicht leiden kann ich es, wenn ich eine E-Mail mit Fragen versende und nur einen Teil davon beantwortet bekomme. Vor allem aber bei Firmen befinde ich das als eine richtige Unart, die einem Kunden gegenüber einfach nicht angebracht ist. Schade, dass sich so viele einfach keine Zeit mehr dazu nehmen um erst einmal die Fragen zu lesen und zu verstehen, um dann erst auf die Kundenwünsche einzugehen und zwar auf alle. Es beschert dem Kunden nicht nur Frustration, sondern entweder, wenn der Kunde überhaupt noch anfragt, Mehrarbeit oder überhaupt gleich ein entgangenes Geschäft.