Skispringen vor 70 Jahren

Auch vor mehr als sieben Jahrzehnten hat es bereits spektakuläre Skisprungattraktionen gegeben. In den USA wurden damals öfters temporär riesige Stahl- und noch früher sogar Holzgerüste als Schanze aufgestellt. Die Erinnerungsfotos sind beeindruckend.

Statt die Zuschauer zu den teils entlegenen Sprunganlagen zu locken, brachte man die Schanzen einfach zu den Fans. Resultat waren gewaltige Stahlkonstruktionen in Football-Stadien, auf denen sich mutige Athleten in die Tiefe stürzten.

Selbst in Wien wurde gesprungen. Das letzte Event dazu fand im Februar 1978 statt. Damals gab es Sprungweiten von bis zu 43 Meter. Nichts im Gegensatz zur der in Slowenien neu errichteten Schanze, auf der Weiten von bis zu 245 Meter erwartet werden.

Die Skisprungschanze Himmelhof in Ober St. Veit war die bekannteste und prestigereichste der drei einstigen Schanzen Wiens. Freiwillige Helfer errichteten die Anlage in den Jahren 1948/49 mit großem Aufwand: Die Erbauer mussten über 300 Kubikmeter Erde von Hand bewegen und das Bauholz von der Himmelhofgasse den Berg hinauf tragen.