Identitätsdiebstahl, ein Erfahrungsbericht

Identitätsdiebstahl ist durch das Internet leider im Vormarsch. Wie scheußlich das Leben dadurch wird, kann man in einem Erfahrungsbericht bei der Zeit nachlesen.

Jeden Abend begleitet mich das gleiche ungute Gefühl, wenn ich den Briefkasten leere. An einen längeren Urlaub ist derzeit nicht zu denken. Denn wenn die meist sehr kurzen Fristen in den Mahnungen verstreichen, kündigen die Inkassounternehmen Pfändungen durch Gerichtsvollzieher an. Versäume ich eine dieser Fristen, riskiere ich, dass mein Gehalt oder Konto gepfändet werden. Meine Freizeit verbringe ich fast ausschließlich mit Schadensbegrenzung. Jeden Abend schreibe ich Briefe an Auskunfteien und Unternehmen, an Inkassofirmen und immerzu das Update für die Ermittlungsbehörden. 400 Arbeitsstunden scheinen eine eher optimistische Rechnung zu sein.

In loser Reihenfolge wird die Zeit in den nächsten Wochen den Bericht durch das weitere Vorgehen der Redakteurin, Expertenmeinungen zur Rechtssituation und das Verhalten von geschädigten Unternehmen gegenüber den Opfern ergänzen.

3 Gedanken zu „Identitätsdiebstahl, ein Erfahrungsbericht

  1. E.R.

    Ja, solche Beispiele sollten uns wachrütteln. Ich selbst stelle im Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis immer wieder fest, dass ein viel allzu sorgloser Umgang mit Daten stattfindet. Wobei für Betrügereien – man sieht’s an diesem Bericht – nicht mal wirklich viele Daten benötigt werden…

  2. Philomenon

    Stimmt, daher bin auch auch der Meinung, dass man – wenn man schon Facebook und Co verwendet – das Profil möglichst privat einstellt und überlegt, wer welche Daten sehen darf. Gefunden werden außerhalb des Netzwerks und Indexierungen in Suchmaschinen sollten tabu sein.

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