Informationsmaterial rund um den Nacktscanner

Vor zwei Jahren habe ich den damals in den USA vorgestellten Nackscanner noch in die Rubrik Kuriosum gestellt. Nun wird dieser immer öfter auf den Flughäfen zur Wirklichkeit. Nach dem nur knapp vereitelten Anschlag in einem Flugzeug in den USA in den letzten Wochen werden neben den Flughäfen auch andere Einsatzorte überlegt. Zeit Online beschäftigt sich mit diesem Thema intensiv und präsentiert auf 10 Seiten alle wichtigen Informationen von Gesundheitsfragen, Kosten der Anschaffung bis Schutz der Privatsphäre

Bringen die sogenannten Nacktscanner mehr Sicherheit oder beschneiden sie die Bürgerrechte? Ist die Technik gesundheitsschädlich? Was man über die Geräte wissen sollte.

Neben den USA finden diese Geräte mittlerweile auch schon auf europäischen Flughäfen Verwendung. Die EU berät diesbezüglich gerade eine einheitliche Regel für alle Mitgliedsstaaten. Zumindest auf den österreichischen Flughäfen soll diese Technik noch einige Zeit auf sich warten lassen. Geplant ist derzeit nichts.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Metalldetektoren sollen Nacktscanner auch feste und flüssige Sprengstoffe, Keramikmesser und andere nichtmetallische Gegenstände entdecken. Derzeit werden die Geräte allerdings noch nicht an deutschen Flughäfen eingesetzt, sondern lediglich von der Bundespolizei im Labor getestet. Bisher können diese Nacktscanner Sprengstoff jedoch nach Aussage des deutschen Innenministeriums nicht sicher genug erkennen. Auch die Geschwindigkeit der Kontrollen lasse zu wünschen übrig.

Ein weiterer, das Thema genau durchleuchtender, Artikel ist, allerdings in englischer Sprache, auf infowars.com erschienen. Gerade wichtige Gesundheitsfragen werden hier beleuchtet.

A leading U.S. expert on the biological effects of X-radiation is Dr. John Gofman, Professor Emeritus of Molecular and Cell Biology, University of California, Berkeley. Dr. Gofman’s exhaustive research leads him to conclude that there is NO SAFE DOSE-LEVEL of ionizing radiation. His studies indicate that radiation from medical diagnostics and treatment is a causal co-factor in 50 percent of America’s cancers and 60 percent of our ischemic (blood flow blockage) heart disease. He stresses that the frequency with which Americans are medically X-rayed “makes for a significant radiological impact.”

Die zumindest gesundheitsbedenklichen Röntgenscanner gehören allerdings nicht mehr zum neuesten Stand der Technik. Die Konstruktionsingenieure haben in den letzten Jahren nicht auf der faulen Haut gelegen und einige Alternativen zum Röntgenapparat entwickelt. In der ORF Futurezone werden in einem heute erschienen Artikel alternative Scan- und Durchleuchtungsmethoden präsentiert.

Um den Einsatz von Nacktscannern tobt derzeit eine heftige öffentliche Debatte. Doch in der Diskussion geht es hauptsächlich um vergleichsweise plumpe Geräte älterer Generationen. Auf dem Markt bereits erhältliche Millimeterwellenempfänger können vorbeigehende Personen elektronisch „ausziehen“, ohne dabei aufzufallen oder Strahlung abzugeben. Prototypen, die aus zehn und mehr Metern Entfernung funktionieren, wurden schon Ende 2009 vorgestellt.

Ich finde es schon sehr bedauerlich, dass immer mehr Regierungen und Behörden prinzipiell vom Bösen des Individuum ausgehen. Von diesen Kontrollen gibt es praktisch kein entrinnen. Kann den Menschenrechten, bei der Sammelwut von Verbindungsdaten, Kontrollen aller Art wie zB Kameras in öffentlichen Gebäuden und Eingriffe in die Privatsphäre, überhaupt noch nachgekommen werden? Richtig hat Wolfgang Ambros schon 1974 gesungen: A Mensch möcht´ I bleib´n – Und net zur Numma möchte i werd´n. Allerdings geben wir alle breitwillig für Google, Facebook, Gewinnspiele, Bonuskarten und Co freiwillig unsere Daten an private Firmen weiter. Wollen wir das wirklich?