HDR mit GIMP

Heute habe ich meine ersten Fotos mit meiner Digitalkamera geschossen, die zu einem HDR Bild weiterbearbeitet wurden und werden. HDR steht für High Dynamic Range. Bei dieser Technik werden von ein und dem selben Objekt mehrere Fotos mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen, die später am Computer zu einem einzelnen Bild zusammengefügt werden. Das Kontrastverhältnis wird dabei stark erhöht.

Mein erstes HDR Bild
Mich haben diese Bilder schon immer beeindruckt. Einfach faszinierend ihr Anblick. Jedoch muss man aufpassen, dass die Bilder natürlich bleiben und am Ende nicht künstlich wirken, denn das kann leicht passieren.

Für das Herstellen dieser Bilder benötigt man ein spezielles Bildbearbeitungsprogramm. Mit etwas Suche finden man dazu einige kostenpflichtige aber auch kostenlose Softwareprodukte im Internet. Eine professionelle Software dafür ist Photomatix. Leider kostet die Lizenz dafür mittlerweile € 75.

Mein erstes HDR Bild nochmals bearbeitet

HDR Bilder mit GIMP
Erst vor wenigen Wochen habe ich das Bildbearbeitungsprogramm GIMP entdeckt. Ursprünglich für das Betriebssystem Linux entwickelt gibt es mittlerweile auch Versionen für Windows und Mac. GIMP ist ein absolut professionelles Programm für Grafikbearbeitungen, welches sich auch vor einem Vergleich mit dem teuren Adobe Photoshop nicht scheuen muss, allerdings komplett kostenlos. Bereits nach der Basisinstallation kann GIMP viel, aber HDR Bilder sind noch nicht per Knopfdruck möglich. Daran wird für eine zukünftige Version gearbeitet. Doch da gibts was…

exposure-blend
Das gute an GIMP ist, dass es unter dem GNU General Public License (GPL) steht. Dadurch können zusätzliche Plugins und Addons druch Dritthersteller erstellt und integriert werden. Auch für High Dynamic Range ist etwas dabei. Die Erweiterung exposure-blend ist leicht zu installieren und die Anleitung auf der Webseite gut verständlich.

Ganz allgemein können die verschiedenen Softwareprodukte für HDR Technologie eine ganze Menge. Nur Knopfdruck und fertig spielts allerdings (noch) nicht. Der Bearbeiter muss sich wirklich mit der Materie auseinandersetzen und viele Einstellungen des öfteren durchprobieren, um die für sich richtigen Einstellungen zu finden und die Bilder wirklich excellent wirken zu lassen. Daran werde ich noch etwas arbeiten müssen…