Verschwiegenheit

Ich glaube die Verschwiegenheit ist in einer Freundschaft etwas ganz wichtiges!

20 Gedanken zu „Verschwiegenheit

  1. Lisschen

    Verschwiegenheit? Das klingt schon so gefährlich…Also, so wie das jetzt da steht würd ich das nicht gleich unterschreiben.

  2. Philomenon

    @Lisschen
    Man soll nichts unterschreiben. Man soll danach leben!
    Ein Freund, dem man seine Geheimnisse anvertraut und der diese dann brühheiß der Allgemeinheit (oder auch nur einer einzelnen Person) weitererzählt, ist kein wahrer Freund.
    Es heißt ja nichts, dass man nix sagen darf. Das menschliche Wesen sollte eigentlich unterscheiden können, was ein Geheimnis bleiben sollte und was nicht.

  3. dorisg.

    nein, das kann das menschliche Wesen eigentlich nicht! Nämlich unterscheiden, was ein Geheimnis bleiben soll und was nicht. Weil das ist etwas Angelerntes und es gibt dazu keine allgemeinen Regeln.
    Wenn etwas ein GEHEIMNIS ist, warum erzählt man das überhaupt jemanden. Darin steckt, meiner Meinung nach, schon ein Stück Hoffnung, dass es doch weitererzählt wird. Es kann also ein Freundschaftsdienst sein, wenn man was unter die Leute bringt, was der Geheimniserzähler nicht selbst sagen will.
    Mir ist die Verschwiegenheit immer sehr suspekt! (und z´wider, weil ich notorisch neugierig bin!)

  4. nimbus4dm

    Wenn ich jemandem etwas anvertraue dann tu ich dass ja eben weil ich will, dass ein 2. das weiß.

    Wenn ich will, dass es nur der weiß, dann würde ich das extra dazusagen, wenn nicht dann kann es scon mal vorkommen, dass es auch weitererzüählt werden kann – natürlich wäre vertraulichkeit besser, doch soweit muss ich DorisG zustimmen – Wenn es wichtig ist kann ich es ja für mich behalten.

  5. Philomenon

    Ich hatte da jetzt einen langen und ausführlichen Kommentar dazu geschrieben. Habe diesen aber wieder gelöscht. Werde mir lieber nochmals überlegen, ob ich diesen hier wirklich nochmals so erscheinen lassen will oder ob ich mir lieber meinen Teil denke.
    Dabei hatte ich echt gute Argumente. Gute Nacht meine Lieben, Philomenon

  6. Lisschen

    Wie auch immer.
    Ich kann nur sagen:
    Ich weiß nicht was schlimmer ist:
    Vielleicht ein wenig unbedacht etwas weitergeben dessen Bedeutung für jemand anderen einem nicht bewusst ist, oder kalkulierend und berechnend in einer sogenannten Freundschaft sogenannte Halbwahrheiten von sich geben. Ist das Freundschaft? Jemanden die Welt schön reden und , ich möchte nicht sagen lügen, obwohl doch, ich finde eine Halbwahrheit kommt der Lüge sehr nahe. ENDE

  7. Philomenon

    @Lisschen
    Was hat ein Geheimnis für sich behalten mit einer Halbwahrheit zu tun?
    Es geht hier nicht darum, dass man nie etwas sagen darf/soll. Man muss nur nicht gleich alles einem auf die Nase binden. Warum muss man gleich „Hausmeister“ sein?

    Auf die Person bezogende Beispiele bringen geht ja hier leider nicht.

    Wenn Herr A Herrn B etwas erzählt, dann muss Herr B in manchen Fällen es nicht Herrn C sagen. Je nachdem um was es geht, könnte es nämlich zum Beispiel auch in einem gegeneinander ausspielen enden oder in einem heftigen Streit zwischen Herrn A und Herrn C oder Herr B könnte Herrn C mit der Aussage durch Herrn A auch sehr traurig machen. Warum sollte Herr B das heraufbeschwören wollen. Zum Beispiel könnte es auch sein, dass Herr B ein Freund von Herrn A und Herrn C ist aber Herr A und Herr C sich nicht leiden können. Anderes Beispiel. Frau X ist am Telefon belästigt worden. Sie nimmt sich eine neue geheime Rufnummer. Ich glaube nicht, dass sie sich eine große Weitergabe am Stammtisch durch ihre beste Freundin Frau Y sehr wünschen würde.
    Das waren nur ein paar Beispiele!

  8. Philomenon

    Eigentlich sind die Beispiel nun schon über das eigentliche Thema hinausgeschossen, aber sonst hätte ich eine Person näher heranziehen müssen und so ist es doch möglichst allgemein geblieben.

  9. dorisg.

    GeheimNUMMER ist ein gutes Stichwort! Da hast allerdings recht. durch die Geheimnummer signalisiert man schon, dass diese Nummer nur einem auserwählten Kreis weitergegeben sein soll. Da wär´s blöd, wenn man den Wunsch des Geheimnummerbesitzers nicht respektiert.
    Das Beispiel mit den Herrn vom Alphabeth ist mir nicht so klar.
    Wer kennt hier wen? Und wer ist nicht informiert, dass es Vertraulichkeiten zwischen 2 Herrn gibt, die den 3. ausschließen? Und wer verfolgt welche Ziele?
    alles sehr schwierig zu beurteilen?
    Jedenfalls ein sehr SPANNENDES Thema!
    P.S. Verrat´ mir doch ein paar Geheimnisse, lieber Phil! 🙂

  10. Philomenon

    Liebe Doris!
    Lassen wir es einfach so dahin gestellt. 😉
    Von mir willst du etwas erfahren, wass sonst keiner wissen soll? hmmm… Da wäre das Web wohl das falsche Kommunikationsmittel. Aber du darfst dich freuen! Da gibts etwas was du schon weißt und so manch anderer nicht. *sfg*

  11. philharmoniker

    also ich finde es unheimlich wichtig, dass man geheimnisse für sich behält. man erzählt dinge nicht weiter, weil man insgeheim wünscht dass es alel wissen, sondern, und dazu sind freunde da, um über probleme oder dinge mit denen man nicht selbst fertig wird, zu reden. es gibt einfach sachen, da braucht man rat. ich denke, wenn man ein geheimnis erfährt oder ein teil des geheimnisses ist, sollte man es für sich behalten.

  12. Lisschen

    Bitte wie alt sind wir denn? langsam komm ich mir ja echt vor wie im Kindergarten!
    Was heißt hier „Geheimnis“ hin „Geheimnis“ her?
    Eines sollte einem erwachsenen Menschen schon klar sein: Wenn ich mit jemand über etwas rede- dann kann das unter zwein bleibn, oder nicht. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Und wenn ich etwas 100%ig sicher wissen will, dann muss ich damit selber fertig werden. Zumal ich der Meinung bin, das man zu den Dingen stehen sollte. Und wer das nicht kann- der ist einfach unehrlich.

  13. Philomenon

    Ich danke den beiden Damen (talblick und philharmoniker) die für mich ein wenig Verständnis aufbringen können.

    @Lisschen
    Wenn ich jemanden zB erzähle, dass ich beim Burger King war, dann kann der es ruhig weiter erzählen. Wenn ich aber mit einem wirklichen Problem zu jemanden komme, dann sollte man es für sich behalten.
    Ich glaube Freunde sind unter anderem auch dazu da, dass man mit Ihnen über Probleme reden kann ohne dass diese am nächsten Tag die ganze Welt weiß. Du hast sicher schon mit M. auch über Probleme geredet, die sonst keiner wissen soll. Wenn du wirklich noch nie solche Probleme hattest, dann schätze dich glücklich.

    Ich habe nie gesagt, dass ein Freund über absolut nichts reden darf.

  14. Bibi Blogsberg

    Hi Phil, nachdem ich sehe, dass man hier Verstaendnis-Pluspunkte bekommen kann ;-), muss ich auch noch meinen Kommentar abgeben. Vor allem weil ich mich immer freue, wenn wir einer Meinung sind.
    Ich halte Verschwiegenheit fuer eine Schluesselqualifikation im Privat- und im Berufsleben. Wer vertrauliche Dinge absichtlich weitererzaehlt ist boshaft oder berechnend, und wer es unabsichtlich macht ist dumm. Ich sehe das so wie Du, wenn ein Mensch auch nur ein bisschen sensibel ist, weiss er genau – auch ohne extra Hinweis – was er/sie weitergeben kann und was nicht (und im Zweifelsfall kann man ja immer nachfragen). So zu tun als haette man keine Ahnung ist Ignoranz.
    Deine Beispiele, ABCXY, sind mir gut nachvollziehbar, habe ich leider oefters selbst erlebt. Viele Menschen geben geheime Informationen gerne weiter, weil sie sich dadurch wichtig fuehlen. Aber Wichtigmacherei ist besonders in einer Freundschaft fehl am Platz.
    Ich finde auch, dass Neugierigsein und Verschwiegenheit sich NICHT ausschliessen. Ich bin eine der neugierigsten Nasen auf dieser Welt, aber habe keine Probleme Geheimnisse fuer mich zu behalten. Und dabei ist es ganz egal, ob es sich um was Banales oder eine grosse Sache handelt. Entweder man ist verschwiegen oder nicht.
    Man sollte auch die Begriffe schweigen, verschwiegen sein, sich jemanden anvertrauen, jemandem ein Geheimnis anvertrauen, nicht verwechseln, das sind ganz verschiedene Dinge.
    Verschwiegenheit ist fuer mich auch ein Zeichen von Respekt, dem anderen gegenueber, und damit tatsaechlich ein Basiskriterium fuer wahre Freundschaft.
    Liebe Gruesse, Bibi.

  15. Philomenon

    @Bibi
    Liebe Bibi WOW! So gut würde ich auch gern schreiben können. 🙂 Genau das wollte ich bei meinen Erklärungsversuchen auch mitteilen.

  16. talblick

    immer doch, gerne 😉

    bibi, denke ich, hat das wesentliche an der sache sehr gut zusammen gefasst. es gibt eben dinge, die man sich unter freunden/bekannten erzählt, die weitererzählbar sind (das burgerking-beispiel, oder z.b. daß ich nicht mit französisch klarkomme.) dann gibt es aber dinge, die man mit freunden teilt, weil man verständnis oder rat braucht. private dinge, das hat nichts mit kindergarten-geheimnissen zu tun. mit ein bisschen sensibilität weiß man, was man weitererzählen darf und was nicht – und mit ein bißchen menschenverstand weiß man auch, wem man was erzählen kann/darf und wem was nicht. wenn nicht, fange ich das gespräch schon an mit: du, das sollte jetzt unter uns bleiben… im laufe der zeit bin ich ziemlich vorsichtig geworden.

    eine freundschaft ohne vertrauen (und „ein wichtiges „geheimnis“ weitererzählen“ ist für mich ein großer vertrauensbruch) kann genauso wie eine beziehung ohne treue nicht funktionieren.

  17. Bibi Blogsberg

    Lieber Phil, danke fuer die Blumen, aber ehrlich, Du schreibst auch nicht schlecht. Sieht man ja an Deinen Leser/innen-Zahlen. 🙂

  18. philharmoniker

    bibi hat eindeutig den nagel auf den kopf getroffen. ich bin auch äußerst neugierig und will immer alles wissen aber wer meine wichtigen und privaten geheimnisse weitererzählt, kann nicht mehr länger mit meiner freundscahft rechnen. umgekehrt hätte ich auch verständnis dafür. also sei mir nicht böse lieber philomenon, dass ich die auch in 15 min nicht erzählen werde, von wem das fräulein lorenz heute gesprochen hat, weil ich es nicht darf 😉

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