Nachruf für Wachkomapatientin Terri Schiavo

Terri Schiavo ist vor wenigen Stunden verstorben. Wie mehrfach berichtet wurde der Wachkomapatientin durch entfernen der Magensonde die Nahrungszuführ unmöglich gemacht. Nach fast zwei Wochen ist sie nun durch verhungern und verdursten verblichen.

Das ein Mensch, der in „Wahrheit nur im Schein“ lebt, sterben darf, ist meiner Meinung nach in Ordnung. Aber ich finde die Art und Weise nicht korrekt. Der amerikanische Gesetzgeber sieht diese Art der „Tötung“ nicht als Beihilfe, da sie nicht zurückgehalten wurde von der Nahrungsaufnahme. Abgesehen davon wäre der Staat nicht weiter für die Betreuung aufgekommen. Sie hätte sich ja selbst aktiv verköstigen können. Es ist die einzige Möglichkeit, dass man ihr keine Hilfe zum Tod gegeben hat. So sieht die amerikanische Rechtauffassung dies.

Auch wenn dieser Körper vielleicht seelisch tatsächlich absolut nichts mehr mitbekommen konnte, so ist diese Art doch niveaulos. Es wäre „netter“ gewesen, sie durch irgendeine Art, die manche Staaten der USA für die Totesstrafe verwenden, sterben hätte lassen.

Hätte man einen Menschen, der sich zum Beispiel nach einem Autounfall die Beine, Arme und das Kiefer gebrochen hätte, auch nicht mehr künstlich ernährt und gemeint, wenn er es selber schafft dann gut, wenn nicht dann hätte es nicht sein sollen. Würde man dem schwer angeschlagenen Papst, der ja seit ein paar Tagen auch künstlich ernährt wird da ihm das Kauen nicht mehr möglich ist, die Magensonde entfernen? => Ja! Der Unterschied ist deren Kopf arbeitet noch. Aber die Begründung der Unterlassung der Nahrungszuführ wäre die gleich.

2 Gedanken zu „Nachruf für Wachkomapatientin Terri Schiavo

  1. philharmoniker

    Grüß dich, philomenon!
    du hast vollkommen recht, die art wie sie getötet wurde ist in meinen augen menschenwidrig und unwürdig!amerika ist schon etwas eigenartig, wenn man ihre ansicht der „Menschenrechte“ und die ach so hohe moral, die uns im fernsehen immer gezeigt wird, betrachtet.
    einerseits sind sie ja der tolle „melting pot“ in dem alles zusammenschmilzt aber die bestbewachteste grenze ist die der usa mit mexico, andererseits ist es eine große sünde, mit leuten zu sprechen, die die eltern nicht kennen. Auf der anderen seite wiederum benützen sie die todesstrafe und das höchste ist jetz der fall shiavo. die frau ist verreckt und verdorben und ich glaube dass sie das sehr wohl mitgekriegt hat und dass sie ganz genau weiß, auf welch grausliche art und weise sie von ihrer umwelt „entfernt“ wurde.
    frau reisinger hat irgendwie recht, die amerikaner mit den nazis zu vergleichen: hitler hat genauso geistig und körperlich behinderte menschen umgebracht und vernichtet.
    das beispiel mit dem autounfall ist natürlich sehr krass, es reicht schon uU wenn ein rechtshänder die rechte hand bis zur schulter eingegipst hat, weil dann kann er auch nicht mehr kochen usw.
    in österreich wäre das ganze absolut undenkbar, begonnen mit der frage des Geldes. Wir sind ein sozialstaat, in dem man im notfall vom volk unterstützt wird. im melting pot lässt man dich allein versauern und verrecken…

  2. Philomenon

    Guten Abend liebe Philharmoniker!
    Es reicht nicht nur bis zur Schulter eingegipst zu sein. Da hast du immer noch die Möglichkeit irgendwo hin zu laufen und dir was zu bestellen und jemanden finden der dich füttert.

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