Verbot für Vaterschaftstest

Die deutsche SPD möchte bis Mitte des Jahres ein gesetzliches Verbot per Strafe für heimliche Vaterschaftstest verabschieden. In Zukunft sollen diese nur noch mit Einverständnis der Frau erfolgen dürfen so Justitzministerin Brigitte Zypries.
Lustig, dass die deutschen Politiker keine anderen Probleme haben.

Also ich finde das totalen Schwachsinn und schließe mich den Meinungen von Koalition und Oppositon an, die gegen dieses Vorhaben Sturm laufen. Wie man erst wieder vor ein paar Wochen in allen Zeitungen lesen können sind Frauen die ‚besseren‘ Fremdgeher. Je nachdem welche Zeitungen oder welches Onlinemagazin man liest, liegt die Untreue sowohl bei Männern als auch bei Frauen zwischen >>unglaublichen<<>

via DieWelt, SüddeutscheZeitung und ZDFheute.de.

6 Gedanken zu „Verbot für Vaterschaftstest

  1. Bibi Blogsberg

    Hallo Phil, ein sehr interessantes Thema. Ueber Treue, Fremdgehen, Beweggruende, Moral, etc. koennte man ja auch stundenlang diskutieren, aber das lasse ich mal total bei Seite.
    Ich habe einige Artikel zum Thema gelesen, und auch ein Interview mit Frau Zypries, und finde, dass man ihre Forderung nicht einfach mit Schwachsinn abtun kann. Da gibt’s schon ein paar Ueberlegungen, die ich fuer legitim halte. Die Befuerworter des geheimen Vaterschaftstestes argumentieren ja, dass Vaeter ein Recht auf biologische Eindeutigkeit haben, und das auch im Interesse des Kindes liegt. Stimme ich zu, aber dieses Recht geht ihnen ja nicht verloren, wenn es ein Gesetz dazu gibt. Wir muessen uns schon klar sein, das Vaterschaftstest eine gentechnische Untersuchung ist, und die gehoert meiner (und offensichtlich auch die der Ministerin) Meinung nach unbedingt auf eindeutige, legale Fuesse gestellt.
    Ein weiteres Argument ist, dass ein heimlicher Test den Klagweg vermeiden kann und dem Familienfrieden dient. Na wer’s glaubt wird selig! Wenn ein Mann schon Zweifel ueber seine Nachkommen hat, dann ist sowieso in der Beziehung nix mehr in Ordnung. Und wenn er dann draufkommt, dass sein Kind tatsaechlich nicht sein Kind ist, ist auch die Hoelle los. Oder glaubt wirklich jemand, dass er nach so einem Ergebnis gemuetlich mit seiner Frau die Sache bei einem Heferl Kaffee regeln wird???

    Auf der Strecke bleiben so und so, heimlich oder nicht, die Kinder. Die Beteiligten Erwachsenen sind in einem solchen Fall (wer ist der Vater) sicher nicht rational, objektiv und friedlich unterwegs, also braucht es meiner Meinung nach eindeutige Gesetze, die fuer diese Situation einen sachlichen Rahmen schaffen. Und wenn festgestellt werden soll, wer der biologische Vater ist, dann sollte dies meiner Meinung nach nur mit Kenntnis beider Partner geschehen.
    LG, Bibi.

  2. Philomenon

    Ich habe das Interview nicht gelesen, bitte gib mir die Links dazu. Du wirst meine Meinung dazu bekommen. Nur leider habe ich jetzt keine Zeit dazu. Wahrscheinlich kommt sie so circa zwischen 0 und 4 Uhr. Vorausgesetzt ich kann dann heute noch klar denken und falle nicht todmüde ins Bett. Obwohl mein PC geht ja bekanntlich immer noch zumindest kurz an.

  3. somebody

    Ich erzähl euch eine Geschichte:
    Also da war diese Frau, die IHN geheiratet hat, weil ein baby unterwegs war. die ehe hat nicht lang gehalten, dann wurden sie geschieden, und ER erhielt Besuchsrecht. Das Kind hatte mehrere gesundheitliche Beschwerden, so z.B. eine Katzenallergie – ER schaffte sich eine Katze an. Das Asthma wurde immer stärker. Der Mutter kamen Bedenken. Sie ließ einen HEIMLICHEN Vaterschaftstest machen und helás ER war NICHT der Vater!
    Dann waren da zwei andere: SIE hat ihn verlassen, weil er nicht loyal war. ER ließ einen Vaterschaftstest machen, sozusagen als Justament. Der Test war teuer und brachte als Ergebnis 99.9%Sicherheit, dass ER der Vater ist.“Witzig“ war, dass er, als das Kind im Labor stand um sich stechen zu lassen, das Blutabgeben verweigerte.
    Dieses Kind wuchs dann mit einem „Stiefvater“ auf, der besser, loyaler, einfühlsamer und treuer war, als es der biologische daddy je gewesen wäre. (Obwohl jener auch gute Vaterqualitäten hatte!)
    Es ist alles sehr kompliziert!

  4. somebody

    5: inspired by Bibi Blogsberg
    nein,ganz so ist es nicht!
    Denn wenn man selbst klar sieht, kann man leichter verhandeln!
    Das heißt, für die eigene Sicherheit ist ein heimlicher Test durchaus angebracht, bevor man mit Gesprächen beginnt, die vielleicht nur Unruhe herein bringen.
    Prinzipiell sind Geheimnisse nicht nur negativ!

  5. Philomenon

    Liebe Bibi! Selbstverständlich wollte ich mich gestern mehr als nur todmüde noch kurz vor dem Computer setzen aber natürlich war die Internetverbindung ausgefallen.
    Ich sehe das als göttliche Eingabe, dass ich mich zu diesem Thema im Blog nicht weiter äußern soll. Das Einzige was ich nur noch dazu sage ist, dass ich da auf der Seite von 6: inspired by somebody bin. Aber nun doch noch kurz erweitert: Unruhe, die vielleicht ganz um sonst war. Und seinen Partner verklagen und ewige Gerichtsverhandlungen sind für das Kind (und alle Beteiligten) wohl doch noch viel schlechter, als das Kind zu bitten, von ihm ein Haar zu bekommen. Und wenn man der Vater ist, dann kann man sich dafür abwatschen, dass man auch nur eine Sekunde Zweifel hatte. Obwohl man könnte sagen, wenn die Frau den DNA-Test nicht erlaubt, dann sollte der Mann eh schon wissen, dass etwas nicht nur nicht stimmt sondern total falsch gelaufen ist. Wenn er dann (nach ewigen Streits vor Gericht) doch der Vater ist, dann kann er davon ausgehen, dass seine Frau sicher noch irgendwas am Laufen hat oder zumindest hatte. Warum sonst die Scheu es erlauben zu wollen.

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