Das menschliche Satthaben

Eigentlich sollte die Überschrift nicht „Das menschliche Satthaben“ sondern „Ein Thema von allen Seiten beleuchten bzw. betrachten“ heißen.

Mein lieber guter Freund, der Nimbuist, hat heute über das „Einen Menschen satt haben“ geschrieben. Meine liebe gute Blogfreundin Bibi Blogsberg hat dazu einen wirklich sehr sehr lieben Kommentar abgegeben. Er bezieht sich auf Menschen, auch wenn er die Menschen dabei als verzehrbare Objekte reduziert. *g* Gerade das ist wohl das Nette daran. Ein toller Einfall wie ich finde, der für diesen Kommentar super geeignet ist. Damit ihr euch wirklich auskennt, würde ich euch empfehlen zuerst den Eintrag vom Nimbus und den Kommentar von Bibi zumindest zu überfliegen. Genau auf die Weise von Bibi habe ich mir nun auch Gedanken dazu gemacht und meine folgendes dazu:

Hallo liebe Bibi! Hoffentlich hast du nicht gedacht, dass ich dir nicht darauf antworte. Mir gefallen deine Worte sehr gut. Hast du wirklich sehr sehr lieb geschrieben. Aber wie sollte es anders sein, ich muss auch noch was dazu sagen:
Du sagst es gibt Leckerbissen, die mag man immer. Egal wo und wann. Und wenn sie mal eine Woche nicht zu bekommen sind, dann kann man auch damit leben. Stimmt voll!
Was aber tun, wenn der Leckerbissen wegen zum Beispiel möglichen Genmanipulationsfunden für die Dauer von vielleicht einem Jahr vom Markt zurückgezogen wird? Kann man das auch so ohne weiteres wegstecken? Ich würde sagen naja, ist doch schon ziemlich schwierig. Nun ist es aber so, dass das Produkt, eben wegen diesen verbotenen Funden, rezeptmäßig etwas verändert wurde. Nun steht groß ‚Neues und verbessertes Rezept‘ auf der Verpackung. Vielleicht schmeckt es dir nun gar nicht mehr so gut. Vielleicht war das alte Rezept das, das dir die Sinne geraubt hat.
Oder was ist wenn dein Lieblingsding plötzlich abgelaufen ist? Aber du liebst es ja so sehr! Wenn du das abgelaufene und mittlerweile auch verschimmelte Produkt isst, weißt du schon im Vorhinein, dass dir schlecht werden wird. Nicht nur schlecht sondern kotzübel. Noch dazu – wie es Murphy’s Law so will – erwischt du einen ganz ganz schlimmen Schimmelpilz, den dein Magen, der sonst nur beste Bioprodukte zugeführt bekommt, überhaupt nicht gewohnt ist und dir mehrere Tage eine Auszeit aufzwingt. Weil es so gut ist trotzdem essen? Als Erinnerung einfach weiter aufheben und es vor sich hinstinken lassen. Oder soll man es lieber wegschmeißen und sich im Geiste behalten oder sich eine neue Packung zulegen. Leider weiß man vor dem Öffnen aber wieder nicht, ob man nun ein gutes Packerl erwischt hat. Vielleicht ist es ja schon im vorhinein verdorben. Nun muss man wieder den beschwerlichen Weg ins Geschäft nehmen und umtauschen. Was nun, wenn man die Rechnung verloren hat? Soll man die Verkäuferin nun anbetteln, dass man es dann doch vielleicht irgendwie umtauschen kann? Oder soll man es lieber in den nächsten Mülleimer werfen.
Was ist, wenn es zwei von der Verpackung her ziemlich ähnliche Produkte gibt und man auf das Falsche greift? Vor dem Öffnen merkt man den Fehler dann. Soll man wagen und die neue Packung mit noch unbekannten Inhalt öffnen oder soll man lieber gleich einen Umtausch in Erwägung ziehen?
Was ist nun, wenn das Lieblingsprodukt wegen zum Beispiel zu großer Konkurenz oder weil das Geschäft das Produkt einfach nicht mehr führen will vom Markt zurücknimmt und überhaupt nicht mehr produziert. Soll man den Geschmack vom Bekannten einfach nur in Erinnerung behalten oder soll man sich lieber intensiv auf die Suche nach einem neuen Lieblingsprodukt machen?
Ganz schön schwierige Fragen gell?
LG, Philomenon

3 Gedanken zu „Das menschliche Satthaben

  1. Bibi Blogsberg

    Mein lieber Phil! Nimbus sagt, wenn man fuehlt, dann haelt man den Atem an. Das tue ich gerade.
    Eine Meisterleistung an sprachlicher Brillianz, sympathischem Pointenreichtum, kritischer Betrachtungsweise und intelligenter Fragestellung. Eine Antwort darauf, will wohl ueberlegt sein. Ich ziehe mich zum Atmen und Denken zurueck – nicht ohne Danke zu sagen fuer wieder mal ein kleines Glueck. :-p

  2. Philomenon

    😀 Und ich sage wieder einmal: „Besten Dank für deine lieben Worte“.
    P.S.: Jetzt bist du mir aber schon einige Antworten schuldig. *fg*

  3. Bibi Blogsberg

    Hallo Phil, ich habe natuerlich ueber eine moegliche Antwort nachgedacht und bin dabei auf sehr viele gestossen. Also das wuerde den Rahmen des comments sprengen. Ueberhaupt ist mir aufgefallen, dass der durchschnittliche comment ein bis zwei Zeilen nicht uebersteigt. Kurzer comment, naechster Artikel, abgehackt, und weiter rennt das Leben. Alles geht schnell, kurz und buendig, lange aufhalten mit den Problemen/Gedanken der anderen will und kann sich keiner, die Konzentration und Aufmerksamkeitsspanne ist auf ein Minimum reduziert, gilt es doch den reizueberfluteten Alltag zu bewaeltigen. Na mir soll es recht sein. Meine Welt ist das jedenfalls nicht. Aber langweilen will ich auch niemanden. Wenn das die Blogspielregeln zu sein scheinen, dann kann man wahrscheinlich nur mitspielen, wenn man sich daran haelt. Wem’s nicht passt, der muss aussteigen.
    Verabschiede mich fuer heute mit sehr tiefsinnigen Gedanken, lass Dir meine „Saettigungsantworten“ bei Gelegenheit zukommen. Schoenen Abend, Bibi.

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