Anonym durchs Internet

Den Meisten unter uns ist es wohl bekannt, dass man standardmäßig nicht anonym durchs Internet surfen kann. Aber was der Browser über den Rechner alles an eine Internetseite und den Server schickt und was ein Webmaster alles auslesen könnte, dass wissen viele vielleicht doch nicht. Hier findet man einen kleinen Teil von dem was möglich ist als Beispiel.

Aber so manches Programm verspricht Abhilfe. Hier habe ich ein paar ausgewählte Möglichkeiten herausgesucht, um seine Daten doch ein wenig mehr zu schützen und sie nicht jedem auf die Nase binden muss.

  • Zunächst gibt es da mal ein kleines kostenloses Programm der TU Dresden. JAP „Anonym & Privacy“ das sich unter den Titel „Anonymity is not a Crime“ stellt. JAP ist eine kleine Software die sich mit dem Server der TU verbindet und so ermöglicht gemeinsam mit anderen Usern eine gemeinsame IP Adresse zu verwendet.
  • Dann gibt es da von der Firma Steganos die kostenpflichte Software Steganos Internet Anonym Pro (Anonym surfen – Spurenvernichtung). Steganos hat sich wohl doch schon durch einige Programme einen guten und bekannten Namen erarbeitet. Für den interessierten User gibt es eine kostenlose Testversion. Diese Software wurde von mehrern Computerzeitschriften mit „sehr gut“ und als „Testsieger“ ausgezeichnet.
  • Winsweep (Datenschutz für den Internet-PC) nennt sich ein weiteres kostenpflichtiges Programm. Auch hier hatten Computerzeitschrift schon Tests durchgeführt und das Programm ausgezeichnet. Zum Testen steht hier eine Shareware Version zum Download zur Verfügung.
  • Es gibt auch die Möglichkeit, Software nicht auf dem PC installieren zu müssen. Beim kostenpflichtigen SaferSurf von Nutzwerk laufen alle Daten bei Safersurf zusammen. Der Internet Browser und der E-Mail Client müssen dafür richtig eingestellt werden.
  • Eher unpraktisch und nicht für den ewigen Gebrauch gedacht, sondern eher mal als Ausnahme stehen Anonymizer Dienste im Internet bereit. Bei Anonymizer.com (Online Privacy and Security) und @nonymouse.com (AnonWWW) gibt man einfach die gewünschte anonym anzusurfende Domain ins vorgesehene Feld.
  • Leute, die sich etwas auskennen, können in ihren Internet-Zugangskonfigurationen auch selber einen Proxyserver einstellen. Im Internet Explorer über Extras/ Internetoptionen/ Verbindungen/ Einstellung zum aktivieren. Auch bei Firefox funktioniert das über Extras/ Einstellungen/ Verbindungseinstellungen. Eine Liste mit geeigneten Servern findet man zum Beispiel HIER und HIER.

Ein paar weitere Tipps und Informationen zu Programmen rund um Internet, Security und Privacy gibt es auch auf der Homepage von ZDNet.de. Ihr könnt ja einer der Dienste ausprobieren und starten und dann auf den ersten Link, wo man sieht was der Browser mitsendet, klicken. Auch Wikipedia widmet der Anonymität im Internet einen Eintrag. Das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein bietet ebenfalls Informationen dazu an.
Ich würde mich über Feedback über diese Programme von eurer Seite freuen und bin auch dankbar für ein paar weitere und neue (Geheim)tipps.

3 Gedanken zu „Anonym durchs Internet

  1. Bibi Blogsberg

    Guten Morgen Phil, ich bin sprachlos ob der Fuelle von Informationen. That’s what I call professional!!! Ich fuehle mich jetzt wie Zorro, der soviele Masken zur Auswahl hat,… Also das erfordert natuerlich genaues Studium, und so sage ich erstmals herzlichen Dank. 😀 😀 Feedback kommt auf jeden Fall. Wuensche Dir einen schoenen, datengeschuetzten Tag, Bibi.

  2. Philomenon

    1: inspired by Bibi Blogsberg
    Für den Start ist sicher das JAP eine gute Idee. Es wurde schon von einigen Computerzeitschriften immer wieder lobenswert beurteilt. Hatte ich auch einmal getestet. Funktioniert ziemlich easy.

  3. Bibi Blogsberg

    …ich habe gerade den JAP durchgelesen und mein neues Lieblingswort wird glaube ich „Mixkaskade“… 😉

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