Tagebuch Japan – Die letzten gebloggten Gedanken

und der vorletzte Eintrag fuer dieses Jahr – das Jahr 2004 – sind gekommen.

Auf andern Weblogs bekommt man zu lesen, wie gluecklich doch alle sind. Was sie geschafft haben, was sie vor haben, was sie sich wuenschen. Ueberall ist „Happy Stimmung“. Ueberall? Bestimmt nicht ueberall! Die Gedankenwelt ist gross und oft gibt es keine Antwort. Man muss glauben. Man muss vertrauen. Man muss hoffen! Man darf die Hoffnung nicht aufgeben! „You can get it if you really want, but you must try – try and try – try and try – you`ll succeed at last.“ Wuensch dir was – spielt es nicht. Und auch jede Anstrengung hat manchmal keinen Sinn. Keinen Sinn? Doch, alles hat einen Sinn. Und wenn es auch nur die Gewissheit sein sollte, dass die Bemuehungen keine Fruechte getragen haben. Vielleicht hat man sich zu wenig bemueht. Vielleicht haette man mehr geben muessen. Man kann es weiter probieren. Vielleicht hat man aber auch viel zu viel ge- und vergeben. Haette sich was anderem widmen solln. Vielleicht hat man das kleine Glueck verpasst, waehrend man auf das grosse vergeblich gewartet hat.

Auch in meinem Urlaub hat es viele – auch neue – Gedanken gegeben… Braucht man Vorsaetze? Sollte man sich welche machen? Man sollte sich welche machen und auch niederschreiben um seine Vorhaben nicht aus den Augen zu verlieren. Aber die Vorsaetze sollte es nicht nur zum Jahreswechsel geben. Oft gibt es was, was einen Vorsatz auch unterm Jahr wert sein sollte. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Einfach so in den Tag zu leben ist nicht gut. Doch! In den Tag zu leben ist schon gut. Mal ausspannen. Mal tun, was gerade kommen moege. Aber prinzipiell sollte man doch ein Ziel vor Augen haben. Wie man es angeht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Jeder denkt anders und jeder wird es auf seine Art machen. Jeder hat seinen eigenen Weg zum Ziel. Manche mit Erfolg und manche leider nicht. Und die muessen nach einer anderen Moeglichkeit suchen. Doch was wuerde ich aufschreiben? Nun habe ich es (das, was ich ohnehin immer versuche zu leben): Mein Neujahrsvorsatz: Finde das kleine Glueck, bevor du auf das grosse vergeblich wartest. Doch wo ist es zu finden. Und was ist Glueck ueberhaupt? Glueck ist, wenn man zufrieden ist und sein kann. Auch wenn es vielleicht ab und zu nur fuer ein paar Sekunden sein sollte und manchmal doch auch etwas laenger. Diese Sekunden sind das kleine Glueck. Und was ist nun mit dem grossen Glueck. Was ist den das jetzt bloss schon wieder? Ja, das grosse Glueck ist unter anderem, wenn man oft viele kleine Glueckmomente erleben darf. Es gibt auch anderes grosses Glueck. Aber wie gesagt meist wartet man vergeblich darauf. Und um die kleinen Gluecksmomente zu erleben muss man einerseits stark an sich und an dem, was man will, arbeiten und andererseits eigentlich nur mit offenen Augen und offenen „Fuehlern“ durchs Leben gehen.

So geht ein Jahr vorueber ohne etwas geschaffen zu haben. Ohne etwas geschafft zu haben? So ein Schwachsinn. Man sollte nicht so undankbar sein. Es gibt immer auch genug positives. Und wenn man trotzdem nicht zufrieden ist, dann sollte man sich mehr bemuehen. Irgendwann traegt alles Fruechte oder man wird auf andere Weise belohnt. Zumindest die Hoffnung darf bestehen.

2 Gedanken zu „Tagebuch Japan – Die letzten gebloggten Gedanken

  1. lisa

    ich freue mich mit dir.mit deinem gewinnenden laecheln kommst du sicher gut durchs land und erlebst dabei viel freude.toll auch worueber du dir gedanken machst.
    einen guten rutsch,eine super silvester-feier und a l l e s g u t e fuer 2005 und deine zukunft.
    erwarte schon deine bildberichte.

  2. Bibi Blogsberg

    Super Gedankengaenge, wunderschoen formuliert! Lieber Phil, es ist ein Glueck Dich zu kennen! Danke, Bibi.

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