Tagebuch Japan – Da ist er, der neuer Bericht!

Zuerst einmal muss ich aufklaeren bzw. meine Meinung aendern (Jetzt war ich schon ein wenig mehr unterwegs und bin besser informiert) – Englisch in Japan: Die Japaner, die viel mit Touristen zu tun haben, koennen meist ein wenig Englisch. Circa 60% 40% ca. 20% koennen sehr gut bis gut diese Sprache sprechen und verstehen. 50% koennen sie schlecht bis sehr schlecht und der Rest gar nicht. Damit waren jetzt die Leute gemeint, die eben viel mit Auslaendern zu tun haben (z.B. Mitarbeiter der Japan Rail oder in manchen Geschaeften und Lokalen in den wichtigsten Ortsteilen). Diese Bevoelkerung ist natuerlich ein geringer Teil. Der Rest kann meist nicht bis gar nicht sprechen und verstehen. Aber mit „Haenden und Fuessen“ kommt man dann doch zu 80% weiter. (xxxx besser so? *fg*) Naja: So genau weis ich das nun auch nicht. Bis jetzt war ich auf jeden Fall noch nie verloren.

Kurzbericht im Schnelldurchlauf:

Am 24. bin ich nach Yokohama gefahren. Das Hilton Hotel. Toll war es. (Bilder folgen) War dann eigentlich den ganzen Tag ueber in Einkaufshaeusern. Am Abend bin ich zum Hafen. Da gab es ein „Merry Christmas – Fantasy Light“ Ueberall standen Kerzen und Musik wurde gespielt und alles war toll beleuchtet und und und.

25.: War am Vormittag in Ueno im Park und im National Museum. Fuer das Museum sollte man einige Zeit einplanen. Fuer einmal schnell durchlaufen und wieder weg braucht man schon mindestens gute 100 Minuten. Da sind drei Teilgebaeude. Erstes japanische Geschichte. Zweites ueber Asien und drittes Modernes. Bin dann nach Shibuya. Habe hier einen mehr als netten Tag *megaaugenzwinker* verbracht und war am Abend das erste mal in meinem Leben „Running Sushi“ essen. 103 Yen/Teller. War dann in einer sechsstoeckingen Spielhalle. Vier davon waren voll mit einarmigen Banditen und diesen typischen „Kugelautomatenspiel“.

26.: Bin nach Hakone gefahren. Habe mich an die Rundfahrt in meinem Reisefuehrer gehalten. Zuerst zwei Stunden im Zug. Da habe ich gleich am Anfang zwei ganz liebe Taiwanesen kennen gelernt. Haben uns ueber unsere Laender unterhalten. Taiwan hat das hoechste Gebaeude der Welt. Dort hat es im Sommer 30 Grad und im Winter 20 Grad, aber es regnet viel. In Gora waren wir gemeinsam zu Mittag. Sind dann weiter ganz rauf auf den Berg. Da oben ist es eiskalt und es hat sogar zu schneien begonnen. – Das erinnert mich an mein „schlaues Japan-Buch“ Zitat: „Aufgrund der Trockenheit faellt in Japan kein Schnee – doch wenn es schneit, dann bricht ein unbeschreibliches Chaos aus: Ab 10cm Schneedecke wagt sich niemand mehr ans Lenkrad. Oder man kauft Schneeketten, moeglichst in einer auffaelligen Farbe wie Pink oder Tuerkis, um damit stolz ueber die – abgetauten! – Stadtautobahnen zu kutschieren.“ … (nun das beste Zitat): „Schnee in Tokyo ist eine solche seltene Sensation, dass er das Fehlen am Arbeitsplatz ausreichend entschuldigt.“ *schmunzel* – Leider haben wir Fuji-san auf Grund des Wetters nicht gesehen. Ausserdem ging die letzte Faehre um vier und die hatten wir verpasst. Mussten mit dem Bus weiter. Meine neue Bakanntschaft (Er ist Samuel und sie ist Nikita. Nikita ist 32 und studiert. Moechte im Juli in die USA und weiter studieren.) ist unterwegs ausgestiegen und ich bin bis zur Endstation um dann in JR nach Tokio zurueck zu kommen. Am Abend war ich wieder in Shibuya. (faszinierend da!).

27.: Heute gings nach Kyoto. nicht einmal 150 Minuten benoetigt der Shinkansen fuer diese Strecke. Um 7 Uhr 17 war Abfahrt. Vom Zug aus habe ich nun auch den Fuji-san gesehen. Schoen ist er! Viele Fotos gemacht. – Kyoto: Zuerst zum „Goldenen Tempel“. Der Tempel toll in Gold aber der Rest ist ganz OK. Bin dann zum „Silbernen Tempel“ Da war der Tempel „normal“ aber die Gartenanlage ist wunderschoen. Bin dann zu einem Schrein. Habe unterwegs einen Japaner nach dem Weg gefragt. Es hat sich herausgestellt, dass er 89 Jahre alt ist, Apotheker war und ein wenig in deutscher Sprache sprechen konnte. Hat natuerlich auch ein paar Mozartkugeln von mir bekommen. War so dankbar, dass er mich dann sogar bis zur Buero des Schreins begleitete, dort irgendwas kurz besprach und anscheinend kannte er die Leute dort und hatte eine Eintrittskarte fuer mich geholt. Dann ging er noch mit mir zum Eingang. Dieser Schrein war wirklich sensationell schoen. Eine sehr grosse Anlage mit toller Architektur. Um 17 Uhr 37 ging dann mein Zug wieder zurueck. Schoen wars.

3 Gedanken zu „Tagebuch Japan – Da ist er, der neuer Bericht!

  1. Viennese family

    DANKE DANKE DANKE
    für diesen schönen Bericht!
    In Gedanken fahren wir mit dir überall hin. Wir sind so glücklich, dass du so viel zum Genießen hast!!! Was machen deine japanisch kenntnisse?
    Am wichtigsten war für mich: Eigo wa wakari maska? Das heißt „Sprechen/Verstehen Sie Englisch“
    (Für deutsch müsstest du DOITSGO einsetzen)
    Ciao aus Wien!

  2. Philomenon

    1: inspired by Viennese family
    Danke, Danke!

    Eingentlich finde ich es schoen, dass ich mich mal nicht mit Deutsch verstaendlich machen kann.

  3. Bibi Blogsberg

    Hallo Phil, das Einmalige am Reisen und vielleicht das Wichtigste, ist die Begegnung mit so vielen verschiedenen Menschen. Danke fuer Deine Schilderung. 😀
    Welcher Wiener hat schon Gelegenheit einem uralten wildfremden Japaner in Japan Mozartkugeln zu schenken. Werden nicht so viele sein. Ich glaube auch, dass bei jeder Begegnung und Auseinandersetzung mit einem neuen Menschen ein bisschen was von dessen „Seelenreichtum“ auf uns ueberspringt und uns in unserem Sein dadurch ein bisschen kompletter macht.
    Ich wuensche Dir weiterhin so viele schoene Erfahrungen und freue mich schon jetzt auf den naechsten Bericht. Viele liebe Gruesse, Bibi.

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