Schockwerbung

United Colors of Benetton ist bekannt dafür Werbung als „Schockelement“ für deren Marke einzusetzen. Damit fallen sie eindeutig mehr auf als die vielen 0-8-15 Werbungen, doch nicht immer finden sie große Zustimmung. Die Presse hat nun eine Zusammenstellung der „wildesten“ und ausgefallendsten Bilder online gestellt und mit Kommentar versehen, was diese Bilder alles ausgelöst haben. So wurden daraufhin manchmal sogar bei Benetton Shops randaliert und es gab mehrmals eine Klagewelle. Oliviero Toscani war der Mann, der für Benetton von 1982 bis 2000 die Werbung kreierte. Kein anderer Fotograf stand so oft vor Gericht und bekam gleichzeitig so viele Preise. Er betont, dass in Wirklichkeit eher die „echte“ Werbung verboten gehöre. Die, die uns vorgaukelt wir bräuchten 16 statt 12 Ventile oder wir müssten alle so aussehen wie Supermodels. Benetton ist in den vielen Jahren nicht nur auf Rassismus und Diskriminierung eingegangen. Auch auf die Todesstraffe, die Liebe und die Kirche, auf Krankheiten, auf Krieg und Tod, Umweltkatastrophen, diverse Situationen in der dritten Welt und zu guter Letzt eigentlich auf Selbstverständlichkeiten, die man aber sonst so nicht zu sehen bekommt, wie die Geburt eines Kindes, wurde Wert gelegt. Benetton wollte uns damit zum Nachdenken anregen und auf Dinge hinweisen, die wir vielleicht so gar nicht wissen.

Es ist doch komisch, dass unsere Bevölkerung einerseits so liberal ist, so viel erlaubt und zulässt oder darüber hinweg sieht und andererseits bei ein paar Bildern, die Dinge aufzeigen, die in der heutigen Welt Tag täglich passieren, so reagiert. Wahrscheinlich würden viele Menschen lieber wegsehen.

4 Gedanken zu „Schockwerbung

  1. Bibi Blogsberg

    Hi Phil, zu Deinem heutigen Nichtgeburtstag und zu Deinem genialen Schlusssatz, Gratulation! Bibi.

  2. Bibi Blogsberg

    @Phil
    Lieber Philomenon! Wenn ich zwei Haende auf der Tastatur habe, also keine Moeglichkeit irgendwelche Finger hinterruecks zu ueberkreuzen, dann kann ich nur die Wahrheit schreiben. Jetzt kennst mich eh schon so lange, wenn ich ironisch bin, riecht man’s auf 100 Km – ausserdem habe ich im Laufe meines Bloglebens gelernt, wenn was nicht ernst gemeint ist, dann muss man einen Zwinkermann dazumachen, weil sonst fuehrt’s zu Missverstaendnissen.
    Aber ich antworte gerne und serioes, meine Gratulation war ehrlich gemeint, und ich teile Deine im Beitrag ausgefuehrte Ansicht total. LG Bibi.

  3. Philomenon

    @Bibi
    …huch… *erleichterung*
    Wünsche dir einen schönen Abend 😉

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