Männer und Frauen

Kurz zur Vorgeschichte: Begonnen hat alles mit meinem Eintrag Mamaponcho. Am Ende war fix, Bibi denkt, dass Männer ihre Blütejahre (20-35 und dann wieder nach 40) haben. Davor sind sie unreife Kinder (wobei ich das Kind sein nicht als schlecht empfinde. Das Erwachsen sein ist sowieso so endlos lange. Da kann man ruhig ein paar Jahre länger Kind sein.) Frauen hingegen – laut Bibi – sind um Jahre früher reif (auch OK) und ihr Leben lang immer super drauf, was ich zu bezweifeln wagte. Weiter ging es dann auf dem Blog von Anna san. Bibi schrieb einen feministischen Kommentar, der von Nimbus als Kommentar beantwortet wurde in dem er meinte, dass echte Männer nicht auf Frauen heruntersehen müssen um sich gut zu fühlen. Vielmehr sehen wir sie lieber auf gleicher Ebene. Er meint, dass Frauen das doch auch nicht notwendig haben Männer schlecht zu machen. Zu guter Letzt kam jetzt Bibi’s Meinung auf ihrem Blog ganz groß. Hier meint sie, dass es total schwierig ist den richtigen Mann zu finden. Ich hingegen glaube, dass es schwierig ist den richtigen Partner zu finden, denn auch Männer habens nicht immer einfach. Eigentlich ist das hier nicht der Kern meines Nachdenkens aber kurz möchte ich doch noch mal meine Meinung kundtun.

Zuerst übernimmt das Kind natürlich das, was die Bezugspersonen vorleben. Es wird denken, dass es so richtig und gut ist und es versuchen nach zu machen. Es ist nicht möglich die Menschheit vom einen auf den anderen Tag umzuprogrammieren. Das müsste über viele Generationen gehen. Wenn man es genau nimmt, ist unsere Gesellschaft in Bezug auf Dominanz, Herrschsucht und Privilegienvergabe immer noch so, wie es auch in der Tierwelt (Ausnahmen bestätigen die Regel z.B. Gottesanbeterin) ist. Und wie lange ist es her, dass der Mensch als Mensch gilt und nicht mehr als Tier? Sehr sehr lange. Und trotzdem ist es immer noch so. Man müsste bereits in die Erziehung der Erwachsenen von Morgen neue Weichen stellen. (Mütter wichtigste Bezugsperson) Es ist nicht möglich Gedankengut wegzuwischen. Erlebtes und Vorgelebtes ist das, was man wahrscheinlich auch leben wird oder es zumindest auch als Prägung in sich hat.

Es liegt in der Natur des Menschen – nicht nur der des Mannes – erworbene Privilegien nicht wieder aufgeben zu wollen. Selbstverständlich gibt es die nicht nur für Männer. Auch viele für Frauen sind dabei.

Zu guter Letzt ist es außerdem so, dass obwohl in der Gesellschaft so viel Hickhack passiert – sowohl unter Männern als auch unter Frauen – die Männer im Endeffekt doch viel besser zusammen halten. Frauen hingegen sind viel mehr noch darauf bedacht, sich untereinander eins auszuwischen und oft auch nur um einem Mann zu gefallen.

Somit liegt die Schuld für den steinigen Weg der Emanzipation durch viele Faktoren auch bei den Frauen selbst.

Ein Gedanke zu „Männer und Frauen

  1. Bibi Blogsberg

    Hi Phil, ich habe das Gefuehl, Dich aergert was, und das finde ich schade. Ich habe alle Eintraege und Kommentare zum Thema nochmals genau gelesen, und habe herausgefunden, dass Du einige meiner Aussagen ganz anders intepretiert hast, als es eigentlich gemeint war. Ich glaube, Du hast das gelesen, was Du lesen wolltest, nicht was ich tatsaechlich geschrieben habe.

    Ich habe nie behauptet,
    Maenner seien unreife Kinder. Ich habe gesagt, sie sind phasenweise kindisch, und das ist fuer mich was anderes als unreif. Ich halte mich fuer eine reife Person und bin trotzdem gerne manchmal kindisch, das tut einfach gut.

    Ich habe nie gesagt,
    Frauen sind immer gut drauf und nie in der Krise. Ich fand lediglich Deine Aussage “Frauen sind von 0-150 in der Bluete” sehr witzig.

    Meinen Kommentar
    in Annas Blog wuerde ich nicht als radikal feministisch bezeichnen. Ich habe einen kurzen Reim produziert, um Anna zu ihren Erfahrungen zu gratulieren, und dabei zum Ausdruck gebracht, dass ich starke Frauen in dieser Welt fuer was Gutes halte. Ich bewundere Frauen, die es schaffen Ihren Weg zu gehen, denn das ist ja nicht so selbstverstaendlich. Und bei dem Satz “Maennern die Stirn bieten” ist ueberhaupt keine Rede von dabei auf Maenner herabsehen oder sie diffamieren.

    Einen eigenen Blog zum Thema habe ich verfasst, weil mir dieses Thema sehr wichtig erscheint. Dabei habe ich aber nicht gesagt, dass es schwierig ist den richtigen Mann zu finden, sondern versucht, die schwierige Situation von Frauen weltweit zu schildern.

    Ich stimme Dir zu, dass wir alle sehr von unserer Erziehung und vom Vorleben unserer Familien und Freunde gepraegt sind. Aber im Unterschied zum Tier, hat der Mensch die Moeglichkeit sich eine eigene Meinung zu bilden, ueber die Kindheitserfahrungen hinaus seine eigenen Schluesse zu ziehen, und manchmal dabei einen Schritt weiter als seine Vorfahren zu gehen. Auch das ist fuer mich Evolution. Emanzipation – Befreiung von Zwaengen – ist fuer alle Menschen schwer.
    Ich hoffe, Du hast die Zeit, alle Eintraege zum Thema nochmals unter diesem Gesichtspunkt zu lesen, wuerde mich freuen.
    Wuensche Dir ein angenehmes Wochenende, liebe Gruesse, Bibi.

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