Sachen gibts…

…in Grinzing! Die „Vereinigung der Freunde Grinzings“ überlegt einen Antrag auf Abspaltung Wiens zu stellen und so als eigene Gemeinde aufzutreten. *grübelgrübel* Der Grund ist, dass die Stadt Wien bzw. die Wiener SPÖ ein Gesetz verabschiedet hat, welches erlaubt Heurigenbetriebe in Eigentumswohnhäuser umzuwandeln. Der Obmann der „Freunde Grinzings“ Heurigenwirt Franz Hengl befürchtet das Ende des berühmten Weindorfes. Volle Artikel gibts auf dem Newschannel Wien auf orf.at und News Networld sowie auf Vienna Online, auf Die Presse und Der Standard bzw. auf LeichtSinn. Na hoffentlich wird sich die Wiener Regierung mit den Grinzingern noch einig denn Grinzing gehört zu Wien wie der Stephansdom in die Innenstadt. *augenzwinker*

6 Gedanken zu „Sachen gibts…

  1. Bibi Blogsberg

    Guten Morgen Phil, Du neugierige Nase! 🙂 Beziehe mich natuerlich auf Deine Anfrage in meinem Blog. Also: Ich war schon vor 3 Jahren 10 Monate lang auf der Insel und jetzt bin ich seit Juli wieder da. Und ich versichere Dir, hier geht die Zeit nicht nur eine Stunde zurueck.
    Aber wie ich sehe, ist auch Wien immer fuer was Skuriles zu haben. Lachen zum Fruehstueck tut sehr gut. Frage mich ja nur, ob die Politiker und Heurigenwirte nix anderes zu tun haben,…aber das fragen sich manche wahrscheinlich auch ueber mich. Liebe Gruesse aus dem Land der Biertrinker, wuensche Dir einen schoenen TGIF, Bibi.

  2. ein Grinzinger

    aber kannst dir denn das vorstellen!?
    Ein WOHNHAUS in Grinzing statt des Heurigen. Und noch dazu, wo man den armen Berger vorsätzlich in den Ruin gebracht hat.
    Die Stadt Wien hat sich selbst aufgegeben – das sieht man an den zahlreichen Türmen und an der Verbauungspolitik!
    Eine Schande!

  3. Philomenon

    2: inspired by ein Grinzinger Es tut mir leid. Ich bin kein Grinzinger (ich glaube, dass du das weißt) und kann da nicht mitreden. Doch ich finde Grinzing sehr sehr schön und erhaltenswert. Dieser Eintrag soll eine Feststellung sein. Bei meinem Abschlusssatz wollte ich nur sagen, dass ich es traurig fände, wenn Grinzing nicht mehr zu Wien gehöre. Ich hoffe, dass Grinzing eine „Metropole“ für gute Heurigen bleibt genauso wie zum Beispiel Perchtoldsdorf in/für Niederösterreich. Ich würde es bevorzugen, wenn in Wien auch noch ein paar alte und uhrige Stadtteile erhalten blieben doch die SPÖ ist da wohl anderer Meinung. Doch was soll mit einem Haus passieren, wenn der eine oder andere Heurigenwirt oder dessen Nachkommen nicht mehr wollen. Soll das Haus dann leer stehen und nichts damit passieren. Oder soll ein Gesetz kommen, dass dem Heurigen vorschreibt es muss auch in den nächsten 100 Jahren weiter Betrieb stattfinden da sonst saftige Strafen verhängt werden? Wäre das nicht menschenrechtsverletzend?

  4. ein Grinzinger

    3: inspired by Philomenon In diesem Fall war es nicht der heurigenwirt, der nicht mehr wollte! Es entsteht der Eindruck, dass hier finanzielle Interessen von „Unbekannt“ Vorrang gegenüber Ortserhaltung und Gebietsschutz hatten. Ich meine, man kann ein Lokal als Lokal weiterführen lassen und muss es nicht in Luxuswohnnungen umbauen.
    Dasselbe geschieht ja (angeblich) auch mit dem Kinderspital Glanzing. Tolles Areal – großer Garten, super Lage. Das Spital wurde gesperrt, und eine Luxuswohnanlage soll dort entstehen.
    Wenn du durch Döbling fährst, siehst du allüberall ganz teure Wohnungen dort entstehen, wo früher nur ein Einfamilienhaus gestanden ist. Natürlich wollen viele Leute im Grünen wohnen, aber so wie es gemacht wird ist das Wohnen in guter Lage denen vorbehalten, die eine Menge Geld haben und die schließen sich ganz fest ein, bauen hohe Zäune und das Grün, das früher Erholung für viele war, ist privatisiert.
    Menschenrechte bestehen nicht aus Papier, sondern sind die Rechte, die allen Menschen zustehen. Mehr und mehr habe ich den Eindruck, das Recht ist sehr stark auf Seiten der Zahlungsfähigen.

  5. Bibi Blogsberg

    4: inspired by der Grinzinger Hallo Grinzinger! Es ist wunderschoen zu hoffen, Menschenrechte bestuenden nicht nur auf dem Papier, aber das es nicht so ist, beweist z.B. die taegliche Arbeit von amnesty international. Und auch in einer Demokratie wie Oesterreich, ist halt nicht jeder gleich. Das Geld die Welt regiert, und die Zahlungskraeftigen das Sagen und damit die Entscheidungsgewalt haben, das wissen wir leider schon seit Jahrhunderten.
    Politiker machen in der Tat oft hirnrissige Gesetze, aber fuer die Ausfuehrung sind wir schon oft selber schuld. Kein Mensch zwingt den doeblinger Gartenbesitzer sein Grundstueck um viel Geld an eine Wohnbaugesellschaft zu verkaufen, die dann einen Apartmentblock errichtet. Wenn wir unsere Seelen verkaufen, dann ist das meist unsere Entscheidung. Und fuer den Bewohner im Gemeindebau Daringergasse macht es wahrscheinlich nicht viel Unterschied, ob der Garten zu einem Einfamilienhaus gehoert oder zu einer Wohnanlage, benutzen darf er ihn(leider)in beiden Faellen nicht.
    Liebe Gruesse, Bibi.

  6. ein Grinzinger

    5: inspired by Bibi Blogsberg bibi-san, du hast einen Aspekt übersehen!
    Nämlich: Ein Einfamilienhaus hat wahrscheinlich nur 2(!) Autos, während das Appartmenthaus (bzw. dessen Bewohner VIELE Autos haben. Ergo: mehr Verkehr und Gedränge für die Daringergassen- Gemeindebaubewohner!
    Genau an diesem Beispiel lässt es sich am besten beobachten! Ecke Grinzinger Allee/Kaasgrabengasse. Wo früher ein Jugendstilhaus für eine Familie stand, die einen großen Garten hatte, stehen jetzt zwei riesige Luxusappartmenthäuser. („Luxus an der Straßenbahn!“) Und von dem großen Garten ist g´rad einmal ein schmaler Streifen übriggeblieben.
    Was dazukommt ist noch ein Problem (ad deiner Aussage „Keiner zwingt den zu verkaufen“)Leider sterben die betagten Bewohner dieser Einfamilienhäuser – ihre Kinder sind schon lange ausgezogen und haben keinen Bezug mehr zu dieser Wohngegend. Ich vermute, die sind Finanzbroker in the heart of London und da ist es schick, so viel Knete wie nur geht aus der ollen Immoblilie herauszuholen. Eh voilá – verkaufe an den Meistbietenden.
    Das Abwägen zwischen dem Wunsch nach Erhalt des Bestehenden und der Offenheit für Entwicklung ist delikat.
    Mir und dem Rest der Grinzinger wär´ s Lieber alles bliebe so ruhig wie es war!
    Auch liebe Grüße!

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