Das Handbuch für die Frau

Ein Rückblick in die 50er Jahre. Die britische Zeitschrift Housekeeping Monthly hat damals das Handbuch für die gute Ehefrau (PDF) gebracht. Netbib Weblog, bei dem ich diesen Link auch gefunden habe, hat hier folgenden Kommentar dazu: „…die in ihrer Ausgabe vom 13. Mai 1955 zusammenfasst, wie eine gute Ehefrau sich ihrem Mann gegenüber zu betragen hat und damit gleichzeitig ein düster-skurriles Sittenbild von Partnerschaft in den 50er Jahren zeichnet.“ und per Kommentar von Cock Malone ist dort auch ein Bild vom wahrscheinlichen Original zu finden. Sehr skurril! *lol* ;-D

3 Gedanken zu „Das Handbuch für die Frau

  1. Matthias Nimbus

    Nun, mein Sicht der Sache: Diese Ratschläge reduzieren das Konfliktpotential in der Famili gegen null, das war damals sicehr ganz praktisch, er kommt heim, lässt den „Mann“ raushängen, und sie spielt die kleine Schwache, absolut devote Frau, die ohne ihn keinen Moment zu überlegen wagte. Für manche Männer sicher ein Traum, und auch heute noch ein großer Wunsch. Das die Frauen sich das damals haben gefallen lassen war sicher auch auf die nicht all zu rosige wirtschaftliche Situation zurück zu führen.
    Ich glaube das dieses Bild damals stark zum schnellen aufbau einer Gesellschaft beigetragen hat. Die Frau unterstütz dem Mann das beste zu geben und die beste Leistung zu bringen.
    Für heutige Verhälltnisse wäre das ciht auszudenken, auch weil die Nachfrage an Arbeit gestiegen ist, die damals schlicht ud einfach nichit vorhanden war.

  2. Bibi Blogsberg

    Hi Phil! Ich frage mich, was wird man in 50 Jahren ueber unser heutiges Sittenbild von Partnerschaft denken. Wenn das in den 50ern duester-skurril war, dann ist das von heute fuer mich apokalyptisch. Er macht Karriere, sie macht Karriere. Er hat ein Auto. Sie hat ein Auto. Wer den Geschirrspueler ein- und ausraeumt muss erst im Streitgespraech festgestellt werden. Der Sieger klopft sich virtuell auf die Schulter, ohne zu merken, dass es ein Pyrussieg ist. Der Verlierer hat die Arbeit, aber dafuer das Vergnuegen sich eine Revanche ausdenken zu koennen. Die Kinder werden abwechselnd von der Omi und vom philippinischen Kindermaedchen versorgt. Essen gibt’s aus der Mikrowelle, Zigaretten und Martini halten schlank. Beide sind 24 Stunden online, onhandy, onAchse. In den Urlaub fliegt man gemeinsam, er hat den Laptop auf der Schoss und sie die MP-Playerstoepsel im Ohr. Verbesserte Partnerschaft im anfaenglichen 21.Jahrhundert? Natuerlich hat sich unsere Gesellschaft veraendert. Dass sie weniger duester und skurril geworden ist (aus meiner Sicht vorallem fuer die Frauen), moechte ich bezweifeln. Partnerschaftliche Gruesse, Bibi.

  3. dorisg.

    2: inspired by Bibi Blogsberg
    Also diese Woche steht in der Furche ein Artikel (Interview) von und mit Susann Greenfield, in dem sie feststellt, dass wir in Zukunft leben werden wie die Chimpansen. Begründung: die Standardisierung durch die Computerwellen (0 1 2) macht die Gehirnwindungen „gerader“ und damit die Phantasie eingeschränkter. Zitat:“Wir werden in einer Welt leben, die gesdanklicher Inhalte und Bedeutungen beraubt ist. ..die uns von jeder Angst und Depression befreit. aber der Preis, den wir dafür bezahlen, ist ein Drittel unserer Menschlichkeit.“
    Je länger ich verheiratet bin, desto mehr entdecke ich in der Lebensführung von Joe, dem Vorleser, ein mögliches Lebenskonzept als Gegengewicht zur rein technnisch orientierten Gegenwart.

Kommentare sind geschlossen.