Alles DU in der Schule

Manche Schulen haben eingebürgert, dass alle Schüler und Lehrer untereinander und miteinander per DU sind. Ob das wirklich gut ist? Ich finde es total richtig und in Ordnung, dass man im Kindergarten mit den Tanten per Du ist. Da ist man einfach noch klein und man hat noch keine so grossen Regeln und Pflichten zu beachten. Auch wenn man in die Vorschule kommt ist das noch legitim.

Sobald man aber in die Schule kommt, also eigentlich ab der Volksschule, sollte man langsam lernen, dass man manche Menschen einfach mehr respektieren muss und was Respekt überhaupt ist und bedeutet und was man dazu tun muss, dass man Respekt zeigt. Besser ausgedrückt wäre, dass man manche Menschen einfach anders behandeln muss als andere. Natürlich bedeutet es nicht, dass man automatisch, wenn man mit jemanden per SIE ist auch respektvoll ist aber irgendwie gehört das Fremden gegenüber auch dazu. Man lernt dadurch, dass man überhaupt SIE sagen kann. Wenn man immer nur per DU ist und man dann das erste mal per SIE sein soll. Dann wird es sicher oft den Menschen passieren, dass sie sich in der Wortwahl vergreifen und doch DU sagen.

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Schulen bei denen es „alles DU“ heisst, gehen oft ins antiautoritäre. Nicht immer – Aber oft. Antiautoritäre Schulen sind für die Schüler vielleicht im Moment des in die Schule gehen nett, angenehm und erfreulich. Aber eigentlich können die Schüler dort machen, was immer sie wollen. Wenn sie nicht lernen ist das ok und wenn sie gar nichts machen, was andere ’normale‘ Schüler machen müssen, dann ist das auch ok. Es reicht, wenn sie machen, was ihnen gefällt und Spass macht. Und dann kommt die Berufswelt => Viel Vergnügen!!!

Dazu eine kurze Geschichte:

Ein Bekannter hat mir erzählt:

Ich fahre in Wien (Linz oder Graz) in der Straßenbahn.
Einer älteren Frau gegenüber sitzt eine junge Mutter mit einem etwa dreijährigen Buben.
Die ältere Frau bemüht sich freundlich zu bleiben, obwohl ihr der Kleine ständig absichtlich gegen die Beine tritt.

Darauf angesprochen, meint seine Mutter: „Man muß dem Kind seine Freiheit lassen, es wird schließlich antiautoritär erzogen.“

Die Straßenbahn bleibt in einer Haltestelle stehen. Ein etwa 20jähriges Mädchen steht auf, um auszusteigen.
Sie geht an der Mutter des Buben vorbei, spuckt ihr ins Gesicht und meint: „Ich bin auch antiautoritär erzogen worden!“

Quelle: Antiautoritär erzogen – www.sagen.at

Die Schule soll eine Vorbereitung auf die Arbeitswelt sein. Ich hoffe ihr versteht, was ich soweit damit so sagen wollte.

4 Gedanken zu „Alles DU in der Schule

  1. philharmoniker

    ich bin ein totaler gegner von antiautoritärer erziehung weil die kinder lernen sollen wie sie sich zu benehmen haben. die kleinen gfraster ham sowieso zu viele freiheiten.

    dennoch glaube ich nicht, dass perdu sein in der schule bedeutet, dass man nichts lernt. es könnte sogar der fall sein, dass diese schüler dann freiwillig lernen weil sie unter keinem zwang stehen.
    jedenfalls ist die schule, wie oben erwähhnt, dazu da, um auf das berufsleen vorzuberreiten. wenn man einmal kurz gearbeitet hat, merkt man ohnehin schnell, dass die schule sehr wenig mit dem berufsleben zu tun hat, weil als schüler eigentlich alles sehr bequem läuft (außer dass man vielleicht manchmal etwas lernen muss)
    ich finde es jedoch nicht in ordnung, dass man in der schule alles auflockert undd niemeand mehr respekt vor anderen leuten hat, da man dadurch auch nicht lernt, wie es ist, einen vorgesetzten zu haben. ich finde man muss sich auch in der schule gut benehmen und und die anderen menschen respektieren und alles so ernst nehmen,als wäre es ein richtiger job. denn wer einen guten job haben will, muss auch seine ische leistung zeigen können (ich sage beewusst BESSEREN Job weil ich das genau weiß) und gutes benehmen und auftreten (wohlerzogene leute) sind immer besser dran als irgendwelche „dahergelaufenen“.

    PS: mein rechtsanwalt lässt mich nur bei ihm regelmäßig arbeiten, wenn ich bei der matura einen vorzug habe. dann unterstützt er mich auch weterhin. wenn ich seine unterstützung will muss ich was tun und das finde ich auch richtig. daz gehört auch, dass ich mich in seiher kanzlei ordentlich benommen habe und gezeigt hab, dass cih nicht antiautoritär erzogen wurde, sondern mit meine eltern sehr wohl die grenzen gezeigt haben. und das finde ich gut so!

  2. Beatrice A. A.

    Also ich finde man muß sich bewußt sein daß zwischen einem Kind die Grenzen zeigen und autoritärer Erziehung sehr wohl noch Spielraum vorhanden ist, nämlich kooperative Erziehung!
    Und zu der Sache mit dem Du in der Schule kann ich nur sagen ich war in einer solchen Schule und habe trotzdem oder gerade deshalb andere Menschen zu respektieren gelernt. Es entsteht einfach ein anderes Lehrer-Schüler Verhältnis, es kommt mehr menschliche Wärme auf. Und gerade das finde ich geht heutzutage oft verloren. Wenn ích ein gutes Verhältnis zu jemandem habe, dann resultiert daraus meiner Meinung nach auch automatisch Respekt. Und das finde ich ist der Weg den Kindern Manieren beizubringen, denn auch ich habe so mein Benehmen vermittelt bekommen und bin meinen Eltern sehr dankbar dafür, daß sie diesen Weg eingeschlagen haben. Und mich weder antiautoritär noch extrem autoritär erzogen haben, sondern mit viel Verständnis vermittelt haben wie man sich gut zurechtfindet.
    beatrice_austerlitz@hotmail.com

  3. Philomenon

    @Bea
    Gott sei dank sind Eltern die Menschen, die ihren Kinder ihr ganzes Leben lang am positivsten zugeneigt sind. Sie wollen für ihre Sprösslinge immer nur das beste.
    Aber die Schule soll auf die Berufswelt vorbereiten. Ich kann mit meinem Chef nicht per DU sein, weil ich glaube, dass ich ihm dann mehr
    Respekt entgegenbringe. Ich muss mit ihm per SIE sein und ihm zumindest genau so viel Respekt entgegenbringen.

  4. Freya

    Also ich (17) wurde „antiautoritär“ erzogen und war auch lange Zeit in Summerhill (die wahrscheinlich bekannteste antiautoritäre Schule). Ich glaube nicht, dass mir das irgendwie geschadet hat oder dass ich aus diesem Grund ein schlechtes Verhalten an den Tag lege.
    Es ist völliger Blödsinn, dass „antiautoritär“ erzogene Kinder kein Benehmen haben. Es ist auch nicht wahr, dass man an „solchen“ Schulen keine Regeln kennt, im Gegenteil meistens sind es weit mehr als an anderen Schulen, nur dass eben die Schüler über diese Regeln genauso abstimmen dürfen wie auch die Lehrer.
    Mein Eindruck ist, dass es meistens die Leute sind, die sich ein Urteil bilden, die nie eine „antiautoritäre“ Schule von innen gesehen haben oder nur mal davon gehört haben…
    Fakt ist, dass wir auch zur Schule gehen. Vielleicht eher als die Kinder, die so unter Druck stehen, an den dt. öffentl. Schulen und dann lieber schwänzen.
    Es gibt in jedem System Lücken oder auch Dinge nicht noch nicht ganz ausgereift oder nicht so toll sind, das heißt aber nicht, dass dieses System schlechter wäre, nur weil es sich von den anderen unterscheidet.

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