Freud und Leid

Man muss in seinem Leben einfach viel leiden. Denn wenn man nicht leiden müsste, dann könnte man sich über die wenigen schönen Seiten im Leben nicht so freuen. Es wäre uns nämlich unmöglich Freud und Leid so zu sehen bzw. zu unterscheiden, wie wir das können, wenn wir auch das Leiden kennen.

Ein Gedanke zu „Freud und Leid

  1. Sprosse

    Jap, daher können jene als „reich und glücklich“ angesehenen Menschen nicht als wahrlich glücklich gelten, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass sie von wahrer Freude beseelt sind. Wenn man schon von Kind auf mit Geld und allen möglichen Geschenken in die Adulescens und weiter geführt wird, wie soll man sich noch über die kleine Dinge im Leben freuen? Der Mensch für sich braucht, um ein glückliches Dasein zu genießen, immer gewisse Antinomien, Gegensätze zur Unterscheidung und zum Vergleich (richtig – falsch, gut – schlecht, etc.) Natürlich sollte man nicht alle Dinge nun in diesem straffen Schwarzweiß-Schema sehen, da wird schon eine bestimmte Sensibilität erwartet – dies zu übermitteln ist wiederum Aufgabe der Erzieher.
    D.h. ein wahrlich glücklicher Mensch ist nur jener, der empirisch – in diesem Falle zwischen Freud und Leid – unterscheiden kann.

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